Freie Wähler unterstützen Stuttgart 21?
Für Verwirrung sorgt eine Pressemeldung des Landesverbandes der Freien Wähler Baden Württemberg in der vergangenen Woche, wonach dieser die Realisierung des Projektes Stuttgart 21 unterstützt und seine Mitglieder auffordert, bei der Volksabstimmung mit Nein zu stimmen, um das Ausstiegsgesetz abzulehnen. Hier bleibt aus unserer Sicht fest zu halten, dass es für diese Entscheidung keine Legitimation durch eine Mitgliederbefragung oder –abstimmung gibt, sondern dies alleine vom Landesvorstand so beschlossen wurde. Erst im vergangenen Jahr haben die Freien Wähler beim Thema Landtagswahlen die Parteiwerdung abgelehnt, um u.a. ihre örtliche Unabhängigkeit von Weisungen aus einer Zentrale zu stärken. Und dies soll auch so bleiben.
Wenn sich die Freie Wähler Gemeinderatsfraktion in Stuttgart bzw. die Fraktion im dortigen Regionalparlament für Stuttgart 21 ausspricht, ist das zweifellos eine fundierte Entscheidung, die möglicherweise auch durch die Mitglieder der Freien Wähler dort legitimiert ist. Wir Freien Wähler in Stutensee haben uns bislang zwar mehrfach mit dem Thema beschäftigt, aber keinerlei bindende Entscheidung getroffen. Von daher, aber auch bedingt durch die auch bei uns extrem kontrovers geführte Diskussion zu diesem Dauerbrenner, werden wir auch keine Wahlempfehlung für oder gegen Stuttgart 21 abgeben. Hier haben wir das Vertrauen in unsere Mitglieder, dass jedes für sich eine eigene Meinung hat und selbständig entscheiden kann. So wie wir den üblichen Fraktionszwang in allen Gremien, insbesondere im Gemeinderat, ablehnen, lehnen wir auch Einflussnahme von oben auf die Entscheidung vor Ort ab. Wer Stuttgart 21 will, kreuzt das Nein an, wer es nicht will stimmt mit Ja. Die Entscheidung trifft der Souverän, will heißen der Bürger von Baden-Württemberg, der dann auch alle Konsequenzen mit zu tragen hat. Die Freien Wähler werden aber jede demokratisch legitimierte Entscheidung mit tragen und akzeptieren. Aber bitte, gehen Sie am 27.11. zum Bürgerentscheid, dem Ersten in Baden-Württemberg. Noch mehr Basisdemokratie wäre nur dann möglich, wenn der Bürger vor solch schwerwiegenden Entscheidungen mit eingebunden würde. Und noch eines – der Bürger akzeptiert keine rein politisch motivierten Machtentscheidungen mehr, egal in welchen Gremien! Er ist mündiger als viele Politiker zu glauben gedenken!
Claus J. Mielicke
Hoffest der Freien Wähler in Staffort
Wir dürfen heute schon alle Freunde und Mitglieder der Freien Wähler sowie die Einwohner Stutensees herzlich einladen zu unserem nächsten traditionellen Hoffest. Dieses findet statt am Mittwoch, den 22. Juni 2011, im Hof des „Schwanen“ in der Weingartner Straße in Staffort und beginnt dort um 16 Uhr. Neben Kaffee und Kuchen wird natürlich auch weiteres für den Gaumen geboten. Nur an diesem Tage gibt es übrigens wieder die „Freien Wähler in der Pfanne“ – da wo wir uns normalerweise nicht reinhauen lassen - und weiteres zu Essen und Trinken. Wir dürfen Sie also heute schon einladen, uns am 22.6.2011 in Staffort zu besuchen. Natürlich stehen die Stadt- und Ortschaftsräte der Freien Wähler auch für Ihre Anliegen und zu Diskussionen in lockerer Umgebung zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns!
Claus J. Mielicke
Jahreshauptversammlung 2011 des Landesverbandes der Freien
Wähler
Wie bereits auf der
Jahreshauptversammlung in Stutensee war die Einflussnahme auf
kommunalpolitische Themen in Stuttgart eines der Kernthemen auf
der jüngsten Landesdelegiertenkonferenz der Freien Wähler am
vorvergangenen Samstag. Einstimmig wurde ein Antrag des
Kreisverbandes Rhein-Neckar auf institutionalisierte Einbindung
der Freien Wähler bei Themen der Kommunalpolitik der
Landesregierung Baden-Württemberg angenommen, der bei den
nächsten Gesprächen mit dem für Bürgereinbeziehung werbenden
neuen MP Kretschmann behandelt werden soll. Landesvorsitzender
Kälberer stellte diese Bürgerbeteiligung auch in seinem
Grundsatzreferat in den Mittelpunkt und stellte wesentliche
Punkte aus der Koalitionsvereinbarung zur Diskussion, die sich
auf die Kommunen auswirken werden. Hierzu gehören natürlich auch
die Themen der Förderung des ländlichen Raumes, des Ausbaues und
Unterhaltung der Straßen im Lande sowie beispielsweise auch der
Wohnraumförderung. Kälberer stellte die Notwendigkeit eines
Vollzeitparlamentes in Frage, da ja sowieso die meisten Aufgaben
und Vorgaben über EU und den Bund vorgegeben und umgesetzt
werden müssen und sprach in diesem Zusammenhang auch von der
Gefahr, dass ein solches Parlament möglicherweise überwiegend
aus politischen Karrieristen ohne große Berufserfahrung bestehen
dürfte. Kälberer, der dem Landesverband auch in den nächsten
beiden Jahren vorsteht, forderte darüber hinaus eine verstärkte
interkommunale Zusammenarbeit zur Haushaltskonsolidierung. Der
Gastreferent Helmut M. Jahn, Präsident des Landkreistages BW,
ging in seinem Referat kritisch auf eine mögliche Gemeinde- und
Verwaltungsreform mit Kreisänderungen und Regionalverwaltungen
ein. Bei der vorgesehenen Änderung des Abfallgesetzes fürchtet
er eine „Rosinenpickerei“ durch eine partielle Privatisierung
der Müllentsorgung mit ökologisch fragwürdigen Entsorgungswegen.
Wichtig war auch ihm die Mittelbereitstellung für von oben
verordnete Aufgabenübernahmen. Abschließend wurde auch auf der
Landesdelegiertenversammlung nochmals das Thema Parteiwerdung /
Teilnahme an Landtagswahlen diskutiert, das erneut auf große
Ablehnung unter den Delegierten stieß.
Claus J. Mielicke
Jahreshauptversammlung erfolgreich durchgeführt.
Lesen Sie den
Bericht der BNN v. 10.05.2011:

Einladung zur
Jahreshauptversammlung 2011
Hiermit laden wir unsere Mitglieder und Freunde ein zur
diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung. Diese findet
statt am Donnerstag, den 5.5.2011 und beginnt um 20 Uhr im
Vereinsheim des TV Spöck im Steinbückelweg 1 in Spöck..
Als Tagesordnung ist vorgesehen:
TOP 1: Begrüßung
TOP 2: Bericht des Vorsitzenden
TOP 3: Bericht des Kassiers und der Kassenprüfer
TOP 4: Aussprache zu den Berichten
TOP 5: Entlastung des Kassiers und des Vorstandes
TOP 6: Neuwahlen
des Gesamtvorstandes und
der Kassenprüfer
TOP 7 Berichte aus dem Kreistag, dem Gemeinderat und
den Ortschaftsräten sowie dem Stadtteilausschuss
TOP 8: Anträge der Mitglieder
TOP 9: Termine und Verschiedenes
Anträge der Mitglieder zum Tagesordnungspunkt 8 müssen bis
Sonntag, den 1.5.2011, beim Vorsitzenden eingegangen sein.
Wir würden uns sehr freuen, zahlreiche Mitglieder auf unserer
ordentlichen Jahreshauptversammlung begrüßen zu dürfen, um die
vor uns liegenden Aufgaben besser angehen zu
können. Claus J. Mielicke
Gut gebrüllt
Löwe!
Seit Jahren
stöhnen nicht nur die Stutenseer Autofahrer über hohe Benzin-
und Dieselpreise, die für den Laien absolut undurchsichtig
entstehen. Seit noch längerer Zeit versucht das Bundeskartellamt
in regelmäßigen Abständen, den Ölkonzernen ungesetzliche
Preisabsprachen nachzuweisen und so die Preisbildung
beeinflussen zu können. Nachdem die Preise jetzt auf einem neuen
Höchststand sind, obwohl der Ölpreis bei weitem nicht auf dem
Niveau von 2008 steht, verkündet der Bundeswirtschaftsminister,
er werde sich dafür einsetzen, dass das Bundeskartellamt für
eine Senkung der Preise sorgen soll. Sicherlich im Zeichen
schlechter Umfrageergebnisse der eigenen Partei kurz vor
wichtigen Wahlen ein Zeichen, das beim Wähler ankommt.
Allerdings stellt sich die Frage für den realistischen
Stutenseer, wieso soll das Kartellamt jetzt was beweisen können,
was in all den Jahren zuvor in keinster Weise gelungen ist? Die
Logik der Preisgestaltung, nicht nur bei Benzin- und
Dieselpreisen, ist für die meisten nicht nachvollziehbar und
hängt von extrem vielen globalen Faktoren ab, wie beispielsweise
der Benzinnachfrage in Amerika und China, den Rohölpreisen, den
stark steigenden Raffineriekapazitäten in Ländern des Golfs und
Asien und so weiter. Dazu kommt noch Spekulation und die
Einflußnahme und Preisabsprachen der OPEC-Länder, an die sich
die Ölkonzerne immer gerne anhängen, weil dadurch auch bei ihnen
höhere Preise verlangt werden können, schließlich verkauft der
Explorationsbetrieb des Konzernes X (sog. Upstreambereich) sein
Öl an dem zum selben Konzern gehörenden Verarbeitungsbetrieb (Downstreambereich)
auch immer zu diesem Preis, das ist beispielsweise die erste
Stufe der Gewinnmaximierung zugunsten der Aktionäre. Und
übrigens, auch der Staat hat ein Interesse an hohen
Verkaufspreisen: Schließlich sind 19 % Mehrwertsteuer von 1,50 €
mehr als von 1,30 €. Also gut gebrüllt Löwe, aber herauskommen
tut wie immer
nichts! Claus
J. Mielicke
Am Samstag
Jahreshauptversammlung des Landesverbandes
Am
kommenden Samstag findet die Jahreshauptversammlung des
Landesverbandes der Freien Wähler in Markgröningen statt. Wegen
der anstehenden Diskussion und Abstimmung um die mögliche
Teilnahme an den Landtagswahlen 2011 ist eine zahlreiche
Teilnahme sicherlich sehr wünschenswert. Für Stutensee sollten
wir daher mit allen uns zustehenden Delegierten erscheinen
(insgesamt vier). Wer Interesse hat mitzufahren melde sich bitte
bis morgen Abend bei mir wegen Mitfahrmöglichkeiten.
Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes am 29.4.2010
Nochmals
hingewiesen wird auf die Jahreshauptversammlung des
Kreisverbandes der Freien Wähler Karlsruhe – Land am Donnerstag,
den 29.4.2010. Sie findet statt im oberen Saal im Landgasthof
Krone, Untere Bergstraße 2,in Kraichtal-Gochsheim und beginnt um
20 Uhr. Es stehen Neuwahlen des gesamten Kreisvorstandes an. Um
zahlreiche Teilnahme wird auch hier gebeten.
Claus J.
Mielicke
Schulden der öffentlichen Hand
steigen - Steuergeschenke auch!
Der Schuldenaufbau der öffentlichen Hand steigt kontinuierlich
und jeder fordert weitere Steuergeschenke. Nach den Hoteliers,
die wenigstens einen Teil der Einsparungen der
Umsatzsteuersenkung an ihre Kunden weitergeben, fordert dies
jetzt auch der Bahnchef für seine Fahrkarten. Für den
Steuerzahler werden umfassende Steuersenkungen gefordert, die
Industrie fordert weitere Steuerentlastungen – und wer bezahlt
das ganze letztlich? Steuermilliarden sind in die
verschiedenen Unternehmen und Banken hineingeflossen.
Gleichzeitig werden Standards der öffentlichen Hand mit
dauernder Auswirkung auf die Haushalte angehoben kostenmäßig
meist durchgereicht vom Bund über die Länder an die Kommunen,
wie beispielsweise aktuell in Stutensee mit der Anzahl an
Betreuungskräften in Kindergärten mit einem Aufwand von rund 500
T€ pro Jahr, deren direkte Steuereinnahmen (Grund- und
Gewerbesteuer) ebenfalls sinken. Stellt man sich in diesem
Zusammenhang die Haftungsfrage, dann sind Sie es, die für all
dies haften, denn all dies wird irgend wann ganz einfach über
Steuererhöhungen, denen Sie nicht ausweichen können, an Sie
weitergereicht. Ausgabenreduzierungen werden fast ausschließlich
im Sozialbereich vorgesehen. Irgend etwas geht da gewaltig
schief. Fragt sich nur, wann endlich wirkliche Reformen und
Kurswechsel eingeleitet werden. Aber davon versteht der „kleine
Steuerzahler“ ja anscheinend viel zu wenig, zumindest wenn man
den Ausführungen unserer Vertreter in Bund und Land glauben
schenken möchte. Ach ja, können wir nicht mal auch unsere
Volksvertreter mit Erfolgsprämien für nachhaltige Erfolge
vergüten statt mit Aufwandsentschädigungen und relativ hohen
Monatsvergütungen?
Claus J.
Mielicke
Freie Wähler
Stutensee e.V.
Hauptversammlung der Freien Wähler gut besucht.
Wir konnten
bei der Hauptversammlung am 10.11.2009 auf ein überaus
erfolgreiches, aber auch arbeitsintensives Jahr zurückblicken,
das vor allem durch den Wahlkampf und den großen Erfolg bei der
Kommunalwahl geprägt war. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte
einstimmig und die Versammlung dankte dem ersten Vorsitzenden
Herrn Claus Mielicke für seine herausragende und engagierte
Arbeit.
Weitere Themen
des Abends waren die Weichenstellungen für die Zukunft, so unter
anderem die Frage einer Teilnahme der Freien Wähler auf
Landesebene an der nächsten Landtagswahl in Baden-Württemberg.
Änderung des
Landesfeuerwehrgesetzes erforderlich?
Die
Landesregierung diskutiert eine Novellierung des
Landesfeuerwehrgesetzes, mit der die „Wirtschaftlichkeit“ der
Gemeindefeuerwehren verbessert werden soll, so Innenminister
Rech, bei gleichzeitiger Verringerung des Verwaltungsaufwandes.
Man spricht derzeit von 3,6 Millionen Euro als Mehreinnahmen der
Gemeinden zu Lasten der Bürger. Dies halten wir, trotz der
angespannten Haushaltslage der Kommunen, für ein recht
fragwürdiges Unternehmen, dass u.E. nur zu einer Nullnummer
Aufwand gegen Einnahmen ausfallen wird. Oder ist damit der
Einstieg in die Teilprivatisierung des Feuerwehrwesens nach
Beispiel Dänemark angestrebt? Egal, der Bürger ist mal wieder,
so oder so, der Leidtragende – aber das interessiert ja
niemanden!
Claus J.
Mielicke
Freie
Wähler übergeben Spende an Sozialstation
Zum dritten Mal in Folge haben die Freien
Wähler Stutensee wie in den Jahren 1999 und 2004 auch 2009 auf
eine Plakatierung anlässlich der jüngsten Kommunalwahlen
verzichtet. Stattdessen sollte das dadurch eingesparte Geld
einem sozialen Zweck zufließen, wobei die Wahl wieder auf die
Sozialstation Stutensee-Weingarten fiel. Die Freien Wähler in
Stutensee waren sich einig, dass deren wichtige Aufgabe zu
unterstützen sicherlich mehr Sinn macht als mit vergänglichen
Plakaten das Erscheinungsbild der Heimatgemeinde zu verändern.
Am vergangenen Montag wurde nun die Spende
in Höhe von € 600,- im Beisein fast aller „alten und neuen“
Stadt- und Ortschaftsräte der Freien Wähler Stutensee zu Beginn
einer Fraktionssitzung übergeben. Der Fraktionsvorsitzende
Ludwig-W. Heidt begrüßte den Vorsitzenden der Sozialstation
Bernd Heß und die Geschäftsführerin Margit Seigfriedt und
stellte die wichtige Arbeit der Sozialstation vor. Trotz
Verzicht auf die Plakatierung konnten die Freien Wähler
deutliche Zugewinne in den Gremien erzielen, so der Vorsitzende
Claus J. Mielicke. Damit zeige sich, dass es weniger auf
optisches Auffallen als auf zuverlässige und konstruktive Arbeit
in den Gremien zum Wohle der Gemeinde ankomme, unabhängig von
jedwedem Parteienzwang. Nur so sei letztlich das Vertrauen der
Wähler zu gewinnen. Margit Seigfriedt und Bernd Heß zeigten sich
sehr erfreut über die erneute Spende und versprachen, diese
sinnvoll einzusetzen. Bernd Heß dankte darüber hinaus auch dem
Fraktionsvorsitzenden für sein dauerhaftes Engagement zu Gunsten
der Sozialstation, das er durch die Mitorganisation der
regelmäßig in Stutensee stattfindenden Konzerte des
Luftwaffenmusikkorps zeige.
(Foto pr)
V.l.n.r.:
Ludwig-W. Heidt, Bernd Heß, Claus J. Mielicke und Margit
Seigfriedt
Trauer um
Hugo Hildenbrand
Wir trauern um
unseren langjährigen Vorsitzenden, Fraktionsvorsitzenden im
Gemeinderat Stutensee und Ehrenvorsitzenden Hugo Hildenbrand,
der für uns alle überraschend am Vortag seines 81. Geburtstages
verstorben ist. Hugo Hildenbrand war Mitglied des Gemeinderates
Blankenloch von 1959 bis 1974, Mitglied des
Übergangsgemeinderates und Gemeinderates Stutensees von 1975 bis
2004. Daneben war Hugo Hildenbrand Bürgermeister- und
Ortsvorsteher-Stellvertreter sowie Mitglied im Landesvorstand
der Freien Wähler Baden-Württemberg. In diesen Funktionen hat er
sich stets um das Wohl aller eingesetzt. Ehrenamtlich war er
darüberhinaus u.a. als Elternvertreter aktiv und hat sich hier
beispielsweise für die Beibehaltung der Grundschule in seiner
Heimatgemeinde Büchig eingesetzt.
Auch nach seinem
Ausscheiden aus dem Gemeinderat hat sich Hugo Hildenbrand weiter
engagiert für die Freien Wähler zur Verfügung gestellt, wo seine
Meinung aufgrund seiner reichen Erfahrungen sehr geschätzt war
und er sich noch eine Woche vor seinem Tode aktiv eingebracht
hat.
Hugo Hildenbrand
hat sich um die Freien Wähler, seine Heimatgemeinde und
Stutensee sehr verdient gemacht. Wir werden ihm ein ehrendes
Gedenken bewahren. Unsere Anteilnahme gilt seiner Gattin
Anneliese und allen Angehörigen. Wir verneigen uns in
Dankbarkeit.
Freie Wähler
Stutensee e.V.
Ludwig-Wilhelm
Heidt Claus J. Mielicke
(Fraktionsvorsitzender)
(Gemeindeverbandsvorsitzender)
Mitteilungsblatt 19/09
Heute Abend
Wahlauftaktveranstaltung im Landkreis
Die
Wahlauftaktveranstaltung der Freien Wähler im Landkreis
Karlsruhe findet heute Abend in Karlsbad im Gymnasium des
dortigen Schulzentrums statt. Sie beginnt bereits um 19:00 Uhr.
Als Gastredner werden wir den Landesvorsitzenden Heinz Kälberer
hören ebenso wie BM Eberhard Roth für die Politik der Freien
Wähler im Landkreis. Auch da gilt: es wäre schön, wenn viele
Stutenseer Freie Wähler sich dort sehen lassen würden.
Mitteilungsblatt 18/09
Zur
Plakatierung bei Kommunalwahlen
Man merkt und
insbesondere sieht man es immer besser: Die Kommunalwahlen
rücken näher. Noch sind in Stutensee zwar nicht all zu viel
Plakate aufgestellt, aber insbesondere aus Karlsruhe, aber auch
aus anderen Nachbargemeinden ist man es gewöhnt: Überall stehen
sie herum, nichtssagende inhaltslose Plakate, häufig für den
Verkehrsteilnehmer sichtbehindernd stehend, meist ohne jeglichen
kommunalpolitischen Zusammenhang und grammatikalisch fast
ausschließlich nur als absolut schlechtes Beispiel zu verwenden.
Dies bestärkt uns erneut, wieder auf eine Plakatierung zu
verzichten, denn ortsbildverschönernd wirkt diese nun mal
wirklich nicht. Wenn dann auch noch die Europawahlplakate dazu
kommen – man kann es fast nicht erwarten, den Tag nach der Wahl,
wenn alles wieder verschwindet.
Mitteilungsblatt 17/09
Am Samstag
Jahreshauptversammlung des Landesverbandes
Nochmals erinnern möchten wir an
die Jahreshauptversammlung des Landesverbandes der Freien Wähler
Baden-Württemberg, die am kommenden Samstag in Mannheim im
Rosengarten stattfindet. Sie beginnt um 10 Uhr und stellt
gleichzeitig die Auftaktveranstaltung zu den Kommunalwahlen 2009
dar. Als Gastreferent spricht Roger Kehle, Präsident des
Gemeindetags Baden-Württemberg, zum Thema „Ziel der Kommunen –
Gestärkt aus der Krise“. Daneben spricht der Landesvorsitzende
Heinz Kälberer zum Thema „Die kommunalen Mandatsträger in der
Verantwortung gegenüber ihren Bürgerinnen und Bürgern“. Daneben
dürfte es natürlich auch über gewisse andere Themen lebhafte
Diskussionen geben, die einen Besuch der Mitgliederversammlung
sicherlich interessant machen. Also werte Stutenseer Freie
Wähler – auf nach Mannheim zur Jahreshauptversammlung! Ist ja
fast gleich um die Ecke!
Kandidatenvorstellung der Freien
Wähler
Heute bereits wollen wir auf die
öffentliche Kandidatenvorstellung der Freien Wähler Stutensee
hinweisen, die am 6.5. in Blankenloch stattfinden soll.
Eingeladen ist der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im
Kreistag, BM Eberhard Roth, der zur Kreistagspolitik der Freien
Wähler sprechen wird. Beginn der Veranstaltung wird um 19:30 Uhr
sein, nähere Informationen folgen noch.
Wahlauftaktveranstaltung der
Freien Wähler im Landkreis
Die
Wahlauftaktveranstaltung der Freien Wähler im Landkreis
Karlsruhe findet statt am Donnerstag, den 7.5.2009 in Karlsbad
im Gymnasium des dortigen Schulzentrums. Diese beginnt bereits
um 19:00 Uhr. Als Gastredner werden wir wieder den
Landesvorsitzenden Heinz Kälberer hören ebenso wie BM Eberhard
Roth für den Landkreis. Auch da gilt: es wäre schön, wenn viele
Stutenseer Freie Wähler sich dort sehen lassen würden. Also
bitte schon mal alle Termine vormerken.
Mitteilungsblatt 16/09
Straßenbaumaßnahmen – geplantes Chaos oder chaotische Planung?
Schön, dass
wir derzeit fast keine Straßenbaustellen in Stutensee haben. Es
ist noch nicht lange her, dass beispielsweise die Bahnhofsstraße
oder der Bau des Blankenlocher Kreisels einige
Umleitungsstrecken erforderten. Dazu kamen dann im vergangenen
Jahr noch einige Fahrbahnerneuerungen an der B 36, die zu
Stauungen führten, weil alle abführenden Strecken mit Baustellen
versehen waren. Jetzt geht es gerade so weiter, sowohl im
Stadtkreis wie auch im Landkreis Karlsruhe. Bauträger sind dabei
je nach Straßengattung die Gemeinde oder Stadt, der Kreis sowie
das Land. Was auffällt, ist häufig die absolut unabgestimmte
Planung dieser Arbeiten oder der Umleitungsstrecken. Der
Einfachheit halber werden häufig nur Baustellenampeln für eine
einspurige Verkehrsführung eingesetzt, wo möglicherweise mit
etwas Überlegung eine Einbahnstraßenführung sinnvoller wäre.
Durch diese mehr oder weniger mangelhafte Planung entstehen
volkswirtschaftliche Schäden, die erheblich reduziert werden
könnten, aber das interessiert wiederum keinen, weil ja
vielleicht die betriebswirtschaftlichen Kosten niedriger sind.
Außerdem fällt auf, dass häufig Baustellen eingerichtet sind,
auf denen keiner arbeitet, weil entweder die Mittel momentan
aufgebraucht und neue noch nicht in Sicht sind (siehe die lange
Bauzeit L560 / Überführungsbauwerk bei Staffort vor einigen
Jahren), oder weil vielleicht sogar Bauferien sind. Zustände,
die eigentlich so nicht akzeptiert werden können. Wir meinen,
alle Straßenbaumaßnahmen müssen einzeln betrachtet und geplant
sowie Abstimmungen auch auf den verschiedenen Ebenen Gemeinde /
Stadt / Kreis / Land viel besser abgestimmt werden, als dies
bislang der Fall ist. Dadurch ließen sich auch erhebliche
Kosten, die sonst dem Steuerzahler aufgebürdet werden,
einsparen. Nur, wer übernimmt freiwillig die Aufgabe des
„Treibers“?
Claus J.
Mielicke
Absage an Europawahlteilnahme
Eine klare
Absage zur Teilnahme an den Europa- und Bundestagswahlen gab es
erneut auf der jüngsten Jahreshauptversammlung der Freien Wähler
am 25.4. in Mannheim. Damit hat auch das oberste Gremium im Land
sich klar gegen die wenigen Anhänger des sogenannten
Wählervereins in Baden Württemberg ausgesprochen. Wenn überhaupt
Freie Wähler Einzug in das Europaparlament schaffen, was wollen
denn dann drei oder vier alleine stehende Abgeordnete ohne
Programm dort erreichen? Freie Wähler sind und bleiben lokal,
kommunal und optimal in Stadt und Landkreis, mit Herz und
Verstand! Claus J. Mielicke
Mitteilungsblatt
15/2009
Stuttgart 21 und die Karlsruher
Kombilösung
Jetzt ist das Finanzierungsabkommen
für Stuttgart 21 unterzeichnet. Mit 3 Mrd. Euro soll der
Denkmalgeschützte Bahnhof umgebaut und in den Untergrund verlegt
werden. Schön, werden sie sagen, aber was hat das mit Stutensee
zu tun? Ganz einfach! Auch in Stutensee werden Baumaßnahmen und
große Projekte durch die öffentliche Hand durchgeführt. Dazu
gibt es immer im Vorfeld eine Kostenschätzung, die Basis für
alle Beschlüsse ist. Und wirklich sehr häufig erlebt man dann
bei der Endabrechnung, dass der erste Kostenansatz aus den
verschiedensten Gründen entweder nur relativ gering oder auch
ziemlich deutlich überzogen wurde. Dabei laufen all diese
Projekte in Stutensee nur über wenige Jahre und nicht Jahrzehnte
wie Stuttgart 21. Häufig werden die Kosten aber auch
runtergerechnet, um das politisch gewollte durchsetzen zu
können. Und was heißt das jetzt im Klartext? Ganz einfach:
Alleine bei einer Kostensteigerung von 3 % pro Jahr sind
Kostensteigerungen um eine Milliarde Euro für Stuttgart 21 in 10
Jahren zu erwarten. Die Unsicherheiten der Kostenschätzungen,
die beispielsweise in der freien Wirtschaft dazu geführt haben,
dass sich Projektkosten im vergangenen Jahr teilweise verdoppelt
haben (!), sind dabei gar nicht berücksichtigt. Viele
Investitionsvorhaben wurden deswegen erst mal aufgegeben, da
sich kein Unternehmer solche Unsicherheiten leisten kann. Aber
in der öffentlichen Hand reden wir ja über das Geld der
Steuerzahler, und da hat man ja fast unbegrenzt Zugriff. Also
zahlt auch der Stutenseer Bürger bei der Endabrechnung mit – ach
ja, auch bei der Kombilösung in Karlsruhe, die angeblich
gedeckelt sein soll! Leider werden wir uns in zehn Jahren nicht
mehr an diese Gedanken erinnern, und die jetzt politisch
Verantwortlichen werden bis dahin auch nicht mehr am Ruder sein,
und dagegen tun können wir leider erst recht nichts. Oder?
Claus J. Mielicke
10.04.09
Einkaufen in
Blankenloch
In Blankenloch gibt
es ein tolles Gewerbegebiet. Von Kleidung bis hin zu Lebensmitteln bekommt man
alles, was das Herz begehrt. Wenn man ein Auto hat, ist das eine tolle Sache.
Doch was ist, wenn diese Möglichkeit nicht besteht? Mit dem Fahrrad aus dem Ort
raus (bei Wind und Wetter ), durch die Unterführung, dann über die Brücke, der
nicht ganz ungefährliche Kreisel, einkaufen und dann vollbepackt wieder zurück.
Ein Szenario, das man niemandem wünscht. Innerorts gibt es in Süd einen
Discounter. Dieser hat ein grosses Angebot, ist aber als Einzelner zu wenig.
Wäre es nicht sinnvoll gewesen, die Straba-Haltestelle Gewerbegebiet zu bauen?
Noch besser wäre sicherlich ein Shuttle- Bus, der zwischen den
Straßenbahn-Haltestellen im Ort und Gewerbegebiet pendelt. Wie und wann dieser
fährt, wäre zwischen den angesiedelten Firmen und der Stadtverwaltung
auszuhandeln. Die Lebensqualität würde sich insbesondere für ältere und / oder
körperlich schwächere Menschen deutlich erhöhen. Eine Illusion oder ernsthafter
Verhandlungsbestand?!
Mario Hoffmann
17.März 2009
Freie Wähler nominieren Kandidaten
In einer gemeinsamen
Nominierungsveranstaltung der Ortsverbände und des Gemeindeverbandes haben die
Freien Wähler Stutensee ihre Ortschaftsrats- und Gemeinderatskandidaten
nominiert. Nach der Begrüßung durch den FW-Altgemeinderat Walter Fetzner als
Gastgeber im Sängerheim des GV Liederkranz Spöck ging der Vorsitzende Claus
Mielicke zunächst auf die derzeitigen bundesweiten Irritationen ein, die ein
geschlossenes Auftreten der Freien Wähler in Baden-Württemberg um so wichtiger
machen. Immerhin gilt der Beschluss von 1998, dass sich die Freien Wähler nicht
als Partei positionieren und bei Landes-, Bundes- oder Europawahlen antreten
möchten, sondern auch weiterhin nur auf kommunaler Ebene agieren. Den
Bestrebungen des Bundesverbandes, mit einem sog. Freien Wählerverein sich an
machtpolitischen Spielen zu beteiligen, wurde von der Versammlung nach den
ebenfalls deutlichen Aussagen des Landes- und Kreisverbandes eine klare Absage
erteilt. Die Bürger können sich sicher sein, dass die Freien Wähler ihre
Glaubwürdigkeit behalten werden. Die Nominierung ergab dann folgenden
Wahlvorschlag zum Gemeinderat: Für Blankenloch und Büchig stellen sich Johanna
Klingele, Walter Dörflinger, Tamara Lehmann, Mario Hoffmann, Rolf Heeger, Gernot
Kieckhäfer, Iris Schlimm, Alexander Graf, Jens Richter, Bettina Voges-Koch und
Detlef Zoth zur Wahl. In Friedrichstal konnten Rainer Morlock, Hans-Joachim
Vollmer, Lilli Baumann, Sven Lautensack, Timo Klein und Annemarie Wengert
gewonnen werden. Für Spöck treten an Jochen Freimüller, Dr. Klaus Mayer, Manfred
Beimel, Georg Mack, Karin Vogel und Peter Fetzner, während in Staffort Wilhelm
Ernst, Ludwig-Wilhelm Heidt und Roger Kammerer ihre Namen in den Ring werfen.
Für die Ortschaftsräte in den einzelenen Stadtteilen ergeben sich seitens der
Freien Wähler die folgenden Wahlvorschläge: In Friedrichstal werden Rainer
Morlock, Klaus Hofmann, Sven Lautensack Hans-Joachim Vollmer, Silke Hotz und
Annemarie Wengert antreten. Für Spöck stehen zur Wahl Peter Fetzner, Georg Mack,
Dr. Klaus Mayer, Karin Vogel, Jochen Freimöller und Micha Mack. In Staffort
gehen Gabi Aulenbach, Wilhelm Ernst, Dirk Fetzner, Ludwig-Wilhelm Heidt, Thomas
Herrmann und Michael Schwehm ins Rennen um einen Platz im Gremium. Mit diesen
ausgewogenen Listen von erfahrenen und neuen Kandidaten war sich die Versammlung
einig, auch 2009 wieder ein gutes Ergebnis bei den Kommunalwahlen erringen zu
können. Auch die überaus harmonische Stimmung der Nominierungsveranstaltung
lässt ein gemeinsames großes Engagement aller Kandidaten zur Wahl erwarten.
Claus
Mielicke
Mitteilungsblatt Stutensee
Woche Nr. 11/2009
Grünkompostplatz sorgt für Ärger
Die Rückdelegation der
Verantwortung für die Müllabfuhr an den Landkreis hat im Grunde nur geringfügige
Änderungen mit sich gebracht. Die Bürger sind froh, dass alle Grünkompostplätze
erhalten bleiben, an die Trennung in zwei Kompostarten ist sich auch recht
schnell zu gewöhnen. Allerdings erregt das Auffüllen in die Container großen
Ärger. Und dies zu Recht - sind die Container doch zwischen ca. 1,40 - 2,00 m
hoch und es gibt keinerlei Aufsteighilfe zum Befüllen der Container. Hat man
Glück und ist rechtzeitig vor Ort, sind die vorderen Klapptüren geöffnet, diese
werden jedoch recht schnell im Zuge des Befüllens geschlossen und dann muss der
Grünabfall kopfüber über die Kante entleert werden. Dies ist für kleinere und
ältere Menschen schlicht unmöglich, für jüngere Leute eine akrobatische
Leistung. Trotz heftiger Beschwerden seit mehreren Wochen schafft die
Stadtverwaltung keine Abhilfe. Wir bitten die Verantwortlichen zu erkennen, das
dies ein ernstzunehmendes Anliegen ist, für das sicherlich eine Lösung gefunden
werden kann. So arbeitet die Stadt Karlsruhe beispielsweise ebenfalls mit
Containern und viele Spöcker Mitbürger schauen wehmutsvoll auf die Waldstadt, wo
per Treppe und Podest eine Zugangshilfe zu den Containern geschaffen wurde. Die
mobilen Bürger können sicherlich nach Blankenloch zur Abladestelle fahren, aber
wir sollten auch an die älteren Mitbürger denken, die rege und vorbildlich mit
dem Fahrrad oder dem Mofa den Platz aufsuchen. Der Grünkompostplatz sollte für
jedermann einfach nutzbar sein. Hier sollten keine Investitionen gescheut
werden, denn Bürgerfreundlichkeit muss an erster Stelle stehen.
Karin Vogel
Mitteilungsblatt Stutensee
Woche Nr. 08/2009
Kreistags-Nominierungsveranstaltung
Wie in der letzten Ausgabe der
Stutensee-Woche bereits berichtet, findet die Nominierungsveranstaltung der
Freien Wähler Stutensee und Weingarten zur Kreistagswahl am Mittwoch, den
4.3.2009 statt. Sie wird durchgeführt im Nebenzimmer des Restaurant "Athen" in
der Bruchsaler Straße 12 an der B3 in Weingarten und beginnt um 20 Uhr. Wir
laden hierzu nochmals alle Mitglieder der Freien Wähler Stutensee herzlich ein.
Insgesamt sind neun Kreistagskandidaten zu nominieren, von denen Stutensee sechs
stellen kann. Um Teilnahme an dieser Nominierungsveranstaltung wird genauso
gebeten wie zu der am 17.3.2009 stattfindenden Mitgliederversammlung der
Stutenseer Freien Wähler zur Nominierung der Gemeinderats- und
Ortschaftsratskandidaten (Ort wird noch bekannt gegeben). Freie Wähler im Bund
und in Europa Erwartungsgemäß hat die Bundesdelegiertenversammlung der Freien
Wähler die Teilnahme an den Europawahlen beschlossen. Die beiden stärksten
Landesverbände Baden-Württemberg und Sachsen haben an der Versammlung aus
Protest nicht teilgenommen bzw. nach Austritt dagegen gestimmt. Es wird
allerdings erwartet, dass auch aus diesen Landesverbänden einzelne Freie Wähler
antreten und sich aufstellen lassen. Treibende Kraft hinter dieser Entscheidung
sind der Bundesvorsitzende Grein und der bayerische Landesvorsitzende Aiwanger,
die den Erfolg bei den jüngsten bayerischen Landtagswahlen jetzt ausnützen
wollen. Dies kann aber, so die einhellige Meinung von Landes- und Kreisverband
der Freien Wähler, erhebliche negative Auswirkungen auf das Kommunalwahlergebnis
in Baden-Württemberg haben, wurden hier doch bereits früher die Weichen
eindeutig in Richtung Kommunalpolitik gestellt und auf den Einfluss in der
großen Politik verzichtet, auch wenn gerade dort echte Alternativen zu den
alteingesessenen Parteien erforderlich wären.
Claus Mielicke
Mitteilungsblatt Stutensee
Woche Nr. 06/2009
Konjunkturpaket II
und die Kommunen
Das von der Bundesregierung
beschlossene Maßnahmenpaket II zur Konjunkturförderung sieht unter anderem vor,
Investitionen im kommunalen Bereich wie beispielsweise energetische Maßnahmen an
Gebäuden, Sanierung von Schulbauten und Kindertageseinrichtungen zu fördern. Die
Freien Wähler begrüßen dies, eröffnen sich doch für die Kommunen neue
Handlungsspielräume, um Maßnahmen anzugehen für die es bisher keine oder nur mit
entsprechender Zeitverzögerung Bezuschussungen gegeben hätte. Nachdem die Mittel
jedoch begrenzt und oftmals mit Co-Finanzierungen verbunden sind, wird es ggf.
notwendig werden, frühzeitig entsprechende Förderanträge zu stellen. Die Freien
Wähler haben deshalb die Stadtverwaltung gebeten einen Maßnahmenkatalog über
Projekte zu erstellen, die kurzfristig umgesetzt werden können. Hierdurch soll
gewährleistet werden, dass die Projekte unmittelbar nach Bekanntgabe der genauen
Förderbedingungen beantragt und dann hoffentlich auch bewilligt werden können.
Jochen Freimüller
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Kreistagskandidaten nominiert
In
einer gemeinsamen Mitgliederversammlung wurden die
Kreistagskandidaten der Freien Wähler für den Wahlkreis
5 Stutensee / Weingarten nominiert. Eingeleitet wurde
die Versammlung von einem ausführlichen Überblick über
die aktuellen Themen im Kreistag durch OB Klaus Demal,
Stutensee, der diesen Wahlkreis in der laufenden
Legislaturperiode für die Freien Wähler vertritt.
Dabei
ging es um so grundsätzliche Dinge wie Daseinsvorsorge,
den öffentlichen Personennahverkehr, Schulen sowie die
Krankenhäuser auch bereits kurz um den ganz aktuell
veröffentlichten Demografiebericht des Landkreises, aus
dem für die Zukunft einige Arbeitspunkte für den
Kreistag ableitbar sind. Diskussionspunkte ergaben sich
dabei insbesondere aus der Rückdelegation der
Müllabfuhr an den Landkreis und die dabei aufgetretenen
Umstellungsschwierigkeiten sowie der Neugründung der
Krankenhaus-gGmbH mit dem Enzkreis und dem Kreis
Ludwigsburg. Insbesondere bei letzterem werden noch
einige Synergieeffekte erwartet, mit denen die
Kreisumlage weiterhin auf einem möglichst niedrigen
Niveau gehalten werden soll.
Im
Mittelpunkt der Versammlung stand die Nominierung der
neun Kreistagskandidaten. Hier konnte sich die
Mitgliederversammlung sehr schnell auf die Kandidaten
Gerda Kirchner, Markus Weingärtner und Volker Barth als
Vertreter Weingartens sowie OB Klaus Demal, Rainer
Morlock, Klaus Fehrer, Wilhelm Ernst, Walter Dörflinger
und Gernot Kieckhäfer als Vertreter Stutensees einigen.
Angeführt wird die Liste von bereits kommunalpolitisch
erfahrenen und neuen Kandidaten wie in den vergangenen
Jahren von OB Klaus Demal.
Einhellig war man der Meinung, dass es bei den
anstehenden Kreistagswahlen endlich gelingen müsse, das
2004 nur knapp verfehlte zweite Mandat für die Freien
Wähler im hiesigen Wahlkreis zu erringen. Mit diesem
positiven Ausblick konnte die harmonisch verlaufene
Nominierungsveranstaltung beschlossen werden.
Austritt aus dem Bundesverband: Freie Wähler in
Baden-Württemberg stehen zu ihrem Wort
Der
Landesverband der Freien Wähler Baden-Württemberg ist
aus dem Bundesverband der Freien Wähler ausgetreten.
Einem Verband, der seine Existenz im Wesentlichen den
Freien Wählern aus Baden-Württemberg verdankt, wo diese
44% aller Gemeinderatssitze stellen. Was sind die
Gründe?
Nach
den Erfolgen der Freien Wähler bei den Landtagswahlen in
Bayern kam von dort der Vorschlag, auch bei den
Europawahlen zu kandidieren. Am 24.Januar wurde dies in
Würzburg gegen die Delegierten von Sachsen und
Baden-Württemberg beschlossen, wobei vorher noch schnell
7 gerade erst gegründete norddeutsche und ostdeutsche
Landesverbände aufgenommen wurden. In einer kurzfristig
anberaumten Bundesversammlung wurde der Beschluss dann
am 14. Februar bestätigt. Warum ist die Kandidatur für
das Europäische Parlament für uns nun ein Problem?
1.
Wir treten auf kommunaler Ebene als freie, unabhängige
und überparteiliche Gruppe an, die ohne Parteiprogramm
und ohne Fraktionszwang arbeitet. Würden wir in Wahlen
oberhalb der kommunalen Ebene antreten, würden wir
faktisch zur Partei werden. Damit entstünde ein
Widerspruch. In den Kommunen parteilos und unabhängig
und oberhalb der Kommunen Partei zu sein, geht nicht
zusammen. Mit einem solchen Schritt würden wir unsere
Glaubwürdigkeit und damit unsere Stärke verlieren.
2.
Viele unserer Kandidatinnen und Kandidatinnen sind bei
uns, weil wir keine Partei sind. Viele unserer
Wählerinnen und Wähler wählen uns, weil wir keine Partei
sind.
3.
Viele unserer Wählerinnen und Wähler und unserer
Mandatsträger wählen uns, weil wir kein übergeordnetes
Programm haben, dem sie folgen müssen. Für Wahlen in das
Europäische Parlament, in den Bundestag oder in den
Landtag, müssten wir aber ein Programm aufstellen und
auch für unsere Mitglieder verbindlich machen.
4.
Wir würden im Falle der Teilnahme an übergeordneten
Wahlen viel unserer Individualität und Unabhängigkeit
aufgeben.
All
das wollen wir nicht. Wir stehen zu unserem Wort. Wir
sind keine Partei und wir machen das was wir können,
nämlich Sachpolitik auf kommunaler Ebene. Der Austritt
aus dem Bundesverband ist ein notwendiger Schritt, um
diese Prinzipien zu wahren.
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