Lokal Regional Optimal
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Kommunalwahlen am 26. Mai 2019

Kandidatenlisten

Stutensee, 24.03.2019

Am 26. Mai entscheiden Sie mit Ihrer Stimme, wie sich der Gemeinderat der Stadt Stutensee künftig zusammensetzen wird und wer Ihre Interessen in Stutensee vertritt. Für uns Freie Wähler geht es darum, unsere Stadt mit ihren Stadtteilen weiter zu entwickeln und lebenswert und attraktiv zu gestalten. Wir Freien Wähler stehen für eine sachorientierte und bürgernahe Politik mit einem ganz klaren Fokus auf unsere Stadt. Über Jahrzehnte hinweg waren die Freien Wähler eine wichtige kommunalpolitische Kraft in Stutensee und das stetig gestiegene Vertrauen, das Sie uns bei zurückliegenden Wahlen entgegengebracht haben, zeigt deutlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Geradlinigkeit, Aufrichtigkeit und Dialogbereitschaft sind Werte für die wir stehen. Unabhängig, sachkompetent und engagiert wollen wir Sie auch in den kommenden fünf Jahren begleiten; mit einem Team von jungen, dynamischen Kandidaten, von kommunalpolitisch erfahrenen Kräften und in erster Linie von Menschen, die sich für ihre Stadt und deren Einwohner einbringen wollen. Also sprechen Sie uns an, persönlich oder beim Besuch einer Veranstaltung oder an einem unserer Infostände in den Wochen vor der Wahl.

Klimawandelanpassung - Eine Aufgabe auch auf kommunaler Ebene

Klaus Hofmann

(Kandidat für Ortschaftsrat Friedrichstal und Gemeinderat)

Trotz der Bemühungen zum Klimaschutz wird sich unser Klima weiter verändern. Die Folgen der Klimaveränderungen zeigen sich am Ende überwiegend in den Gemeinden und wirken sich auf das Leben der Menschen vor Ort aus: Stürme, kleinräumliche Überflutungen in Folge von Starkregen, hitzebedingte Belastungen oder die Dauer von Trockenperioden nehmen spürbar zu. Die Ursachen der Betroffenheit finden sich nicht selten in der baulichen und landschaftlichen Gestaltung öffentlicher Bereiche: stark versiegelte Flächen im Ortsbereich (Hitzeinseln), mangelnde Grünflächen oder klimaempfindliche Bepflanzung sowie fehlende Überschwemmungsbereiche.

Bei heutigen strategischen Planungs- und Investitionsentscheidungen in der Kommune sollten daher gerade zukünftige Klimaentwicklungen dringend mitberücksichtigt werden. Im Umgang mit den Folgen des Klimawandels ist gewissermaßen nichts teurer als Nichtstun − ökologisch und ökonomisch. Bleibt dies unbeachtet, werden die Folgeschäden umso höher und die Gefahren unberechenbarer. Wir müssen auch bei uns in Stutensee den unvermeidlichen Folgen des Klimawandels aktiv und gestaltend entgegentreten und Stutensee so für die Zukunft "klimasicher" machen. Konkrete landschaftsgestalterische Maßnahmen wie die Pflanzung klimaresistenter Baum- und Pflanzenarten, die besser mit Trockenstress oder Hitze zurechtkommen, weniger anfällig für Schädlinge sind und einen geringeren Bewässerungsaufwand im Sommer erfordern und „grüne Architektur“ (Gründächer und Fassadenbegrünung zur Verschattung und Abkühlung von öffentlichen Gebäuden) können dazu beitragen, die Beeinträchtigung durch Extremereignisse deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus erhöhen sie die Lebensqualität im Ort (z. B. Verbesserung der Luftqualität, ästhetische Aufwertung des Ortsbildes, Schaffung von Erholungsbereichen und Biodiversität). Die Förderung privater Begrünungsmaßnahmen kann zusätzlich helfen, Bürger und Wohnbaugesellschaften zu mobilisieren.

Laufen, Jogen, Walken für die Gesundheit.

Gesund leben - eigentlich einfach und mit einer Orientierung noch viel effizienter!

Lilli Baumann

(Kandidatin für Ortschaftsrat Friedrichstal, Gemeinderat und Kreistag)

Bewegung boomt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Wir möchten mehr Fitness und Gesundheit, aktive Freizeitgestaltung, Stressabbau und Entspannung, wir suchen Naturerlebnis und Geselligkeit.

Bei allen Neuheiten gibt es bewährte Sportarten, die in Deutschland steten Zuwachs erhalten, z. B. Laufen, Joggen und Walken.

Das Schöne hierbei ist: Es ist sowohl eine Einzel- als auch eine Teamsportart. Wir selbst bestimmen, wie lange und intensiv die Bewegung sein soll, ob wir alleine unseren Gedanken nachgehen oder lieber in der Gesellschaft.

In unseren angrenzenden Gemeinden gibt es Lauftreffs und ausgeschilderte Laufstrecken. Ein Lauftreff ist ein lockerer Zusammenschluss von Freizeitläufern. Es ist ein einfaches Konzept: Ohne Anmeldung, ohne Vereinsmitgliedschaft, ohne feste Zeiten und kostenlos.

Für einen Lauftreff gibt es in Friedrichstal mehrere Möglichkeiten, z. B der Hardtwald an der Friedrichstaler Allee. Es könnten verschiedene Laufstrecken festgelegt und ausgeschildert werden.

Dabei können die Interessen des Forstes, der Jagdpächter und der Läufer in einer harmonischen Lösung abgestimmt werden - ein guter Grund ein Projekt zur Beschilderung unterschiedlicher Wege zu realisieren.

Ihre Kandidatinnen und Kandidaten für OR Friedrichstal und GR

(v.l.n.r.: Thorsten Kiefer, Silke Wigger, Klaus Hofmann, Lilli Baumann, Julian Reich, Viola Weis; es fehlt: Rainer Morlock)

Die Natur vor unserer Haustür verstummt

 

Klaus Hofmann

(Kandidat für Ortschaftsrat Friedrichstal und Gemeinderat)

Das ursprünglich lokal wahrgenommene Insektensterben hat sich in Deutschland zu einem ernstzunehmenden, großflächigen Problem entwickelt. Der Verlust der Insektenbiomasse hat weitreichende Konsequenzen und bedroht auch Vögel (u.a. Feldlerche, Kiebitz oder Rebhuhn), Igel, Spinnen, Fledermäuse und andere Tiere, die Insekten jagen, sie verhungern. Als Folge auch diejenigen, die sich von diesen Insektenfressern wiederrum ernähren. Und, Artensterben droht auch bei Pflanzen, denn Bienen tragen zur Bestäubung unserer Wild- und Nutzpflanzen bei. Werden diese nicht mehr bestäubt, können sie sich nicht mehr vermehren und sterben aus.

Um diesem rasanten Insektensterben Einhalt zu gebieten, brauchen wir in allen Bereichen ein Umdenken zu mehr Natur. Oftmals kosten die Maßnahmen, die eine Erholung der Insektenpopulationen ermöglichen würden, nicht einmal mehr Geld als die bisherigen Methoden. In vielen Fällen könnte man damit sogar Geld einsparen. Die Bereitschaft umzudenken und neue Wege zu gehen scheint jedoch vielfach der limitierende Faktor.

Das Bundesnaturschutzgesetz fordert auf kommunaler Ebene den Erhalt, die Entwicklung oder Schaffung weiterer Biotope zur Vernetzung der Landschaft. Dazu könnten Lebensräume wie Feldraine, Hecken, Wiesen und Äcker naturschonender bewirtschaftet werden. Blühstreifen und Gewässerrandstreifen, frei von Pestiziden und Düngemitteln, helfen die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft zu erhöhen. Die kommunale Ebene ist zudem aufgerufen, die Ein- und Erhaltung von Flurgrenzen, Hecken und Wegrainen durchzusetzen, um diese Flächen der öffentlichen Hand als Strukturelement in der Landschaft zu erhalten bzw. zurückzugewinnen. Siedlungsräume (Dachbegrünung etc.), öffentliche Grünflächen, Haus- und Kleingärten verfügen ebenfalls über ein großes Potenzial für eine insektenfreundliche Pflege und Gestaltung, das noch viel konsequenter zu erschließen ist. Umfangreiche Informations- und Beratungsangebote könnten hierbei das bürgerschaftliche Engagement vor Ort fördern, ebenso können Vereine mit eingebunden werden. Damit Bienen, Feldlerchen, Schmetterlinge & Co. auch bei uns wieder mehr Nahrung finden.

Baugebiete und Wohnformen

Damian Pfettscher

(Kandidat Gemeinderat)

Möchten wir in Stutensee weiterhin eine Bebauung wie im Büchiger Neubaugebiet Lachenfeld oder wie die Bebauung der zukünftigen Vierundzwanzigmorgenäcker in Spöck?

Sollten wir den zukünftigen Bewohnern nicht ein bisschen mehr Möglichkeiten geben, sich selbst individuell ein Zuhause zu schaffen?

Diese Fragen habe ich mir gestellt.

Schauen wir uns das Baugebiet in Büchig näher an und betrachten die Bauten der Bauträger. Ein Haus gleicht dem Anderen und aus jedem noch so kleinen Grundstück wird das Maximale an Bebauung herausgeholt. Die Preise des neuen Eigentums steigen immer weiter durch eben diese Bauträger, die für sich selbst ein Maximum an Gewinn erzielen wollen. Bereits jetzt in der aktuellen Planung der Vierundzwanzigmorgenäcker in Spöck sind 1/3 des gesamten Baugebietes ausschließlich für Bauträger vorbereitet. Sollten wir für zukünftige Baugebiete nicht über den Ausschluss von Bauträgern nachdenken? Ein Vorbild könnte die Nachbargemeinde Linkenheim-Hochstetten sein. Hier wurde dies im neusten Baugebiet bereits umgesetzt.

Bei zukünftigen Baugebieten sollten die Stutenseer Bürger über die Bebauung befragt und auch berücksichtigt werden. Es muss nach den Zielen der Bevölkerung geplant werden und ein Ziel, den maximalen Wohnraum zu schaffen, darf nicht an erster Stelle stehen. Wir als Stutenseer haben nicht das Ziel ein Stadtteil von Karlsruhe zu werden und sind auch nicht für die Wohnungsnot in Karlsruhe alleine verantwortlich.  Stutensee darf keine Schlafstadt von Karlsruhe werden, sondern ein Ort an dem die Menschen gerne leben und sich hier zu Hause fühlen.

Bürgerbeteiligung - und was dann?

Berit Maisenbacher

(Kandidatin Gemeinderat)

In Stutensee wurden schon mehrfach Formen der informellen Bürgerbeteiligung wie die Perspektivwerkstatt „Zukunft Wohnen Stutensee“ oder jüngst die Veranstaltungen zur Wasserenthärtungsanlage durchgeführt. Bei der informellen Bürgerbeteiligung handelt es sich um ein freiwilliges Beteiligungsverfahren im Vorfeld von Planungen.

 

Informelle Bürgerbeteiligung dient dem Ideenaustausch und der Diskussion auf Augenhöhe. Die Bürgerschaft soll so Entscheidungen mitgestalten. Dadurch soll Transparenz über Vorhaben in der Gemeinde geschaffen und eine breitere Akzeptanz erzielt werden. Die Bürgerschaft erhält dabei genaue Informationen und kann Ideen und Anregungen einbringen. Es handelt sich allerdings um ein nicht gesetzlich geregeltes Beteiligungsverfahren. Dadurch besteht für Bürgerinnen und Bürger kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Eine Bindung der Gemeinde an die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung besteht nicht. Im Übrigen steht sie unter dem Vorbehalt kommunaler Haushaltsplanung. Die Stadt Stutensee macht jüngst erfreulicherweise verstärkt von dieser Möglichkeit Gebrauch, was von den Bürgerinnen und Bürgern sehr begrüßt und gerne in Anspruch genommen wird.

 

Doch was passiert dann mit den Ergebnissen?

Am Beispiel der Perspektivwerkstatt „Zukunft Wohnen in Stutensee“ zeigt sich: Die ausgearbeiteten Empfehlungen wurden dem Gemeinderat im Oktober 2018 übergeben. Wie mit den Ergebnissen umgegangen wurde und inwieweit dadurch Veränderungen bewirkt wurden und werden, ist bisher nicht veröffentlicht.

 

Ziel muss es daher sein, die Bürgerbeteiligungsverfahren in Stutensee transparenter zu gestalten. Es muss nachvollziehbar sein, wie mit den gewonnenen Ergebnissen umgegangen wird. Ein Lösungsansatz ist die Verabschiedung von „Leitlinien für eine mitgestaltende Bürgerbeteiligung“. Diese regeln, wann und wie eine Bürgerbeteiligung stattzufinden hat und wie mit den gewonnenen Ergebnissen zu verfahren ist. Dies schafft Verbindlichkeit. Transparenz über die Durchführung und Verwendung der Ergebnisse wird durch festgeschriebene Regelungen geschaffen. So entsteht ein auf Dauer angelegtes Konzept, dessen wesentliche Inhalte als Satzung verabschiedet werden können, um eine größere Bindungswirkung für die Gemeinde zu erreichen. Durch eine „Vorhabenliste“ – im Internet abrufbar – könnte die Bürgerschaft frühzeitig über geplante Vorhaben und die Form der Bürgerbeteiligung informiert werden. Auch können die gewonnenen Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung und der Umgang mit diesen darüber veröffentlicht werden. Eine weitere Möglichkeit wäre die Einführung einer „App zur Bürgerbeteiligung“.

 

Voraussetzung für eine gelebte Demokratie ist aber die aktive Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger. Für mehr Einbeziehung der Bürgerschaft bei Planungen und mehr Transparenz würde ich mich gerne einbringen. Basierend auf meinem Anstoß, werden die Freien Wähler Stutensee einen Antrag in den Gemeinderat einbringen, mit dem Ziel „Leitlinien für eine mitgestaltende Bürgerbeteiligung“ zu erarbeiten.

Bürgerschaftliches Engangement - eine Selbstverständlichkeit

Iris Schlimm

(Kandidatin Gemeinderat)

Stutensee ist reich an innerörtlichen Grünanlagen in jeder Größe, von der Baumscheibe über das Blumenbeet bis zum straßenbegleitenden Bewuchsstreifen. Die Vielzahl dieser Anlagen schafft ein freundliches Stadtbild und bringt ein Stück Natur in unsere Straßen. Allerdings bereitet die Pflege dieser Anlagen dem städtischen Bauhof reichlich Arbeit, so dass es nicht immer gelingt das Unkraut in Schach zu halten und die Bütenpracht zur Geltung zu bringen. An manchen Stellen haben sich Bürger gefunden, die eine "Pflegepatenschaft" übernommen haben. Auch ich habe mich in diesem Bereich seit vielen Jahren engagiert, insbesondere um Büchig ein wenig grüner zu machen. So blüht es pünktlich zum Frühlingsanfang wieder an der Alten Bach. Die Bepflanzung und Pflege der Blumenkübel dort habe ich in meine Obhut genommen. Ebenso die Blumenkübel am Ehrenmal des Friedhofs in Büchig. Dies freut auch die Insekten und Bienen, die sich hier tummeln. Ich sorge für die Bewässerung und - wenn nötig - auch für einen neuen Anstrich der Pflanzenbehältnisse.

Ob es die Bäume beim alten Rathaus sind oder auch das Entfernen von Abfällen aus den Grünflächen, ich nehme mir die Zeit dafür. Die Stadt Stutensee soll grüner werden und dafür setze ich mich ein, in erster Linie durch eigenes Handeln. Das beginnt im eigenen zu Hause und schließt öffentliche Grünflächen mit ein. Die Blumenwiese vorm Haus lockt viele Insekten an, die Braune Wanderbiene hat hier immer einen Platz im Insektenhaus. Eine Igeldame und ihr Nachwuchs finden hier die nötige Ruhe. Mit gutem Beispiel voran gehen und zeigen, dass es nicht schwer ist, etwas zu tun, damit Mensch und Tier miteinander leben können und das Grau des Alltags ein bisschen bunter machen. Das ist mein Anliegen, immer in der Hoffnung, dass Andere sich davon anstecken lassen und sich ebenfalls aktiv um die Pflanzen um uns herum kümmern; denn "Es gibt nicht Gutes, außer man tut es", um mit Erich Kästner zu sprechen.

Skaterpark für die Generation Bildschirm

Julian Reich

(Kandidat für Ortschaftsrat Friedrichstal und Gemeinderat)

Sie begleiten uns überall - egal ob im Zug, Auto, auf der Arbeit oder bei einem Rendezvous und „vereinfachen“ uns das Leben. Gerade Jugendliche nutzen gerne und viel Smartphones oder sitzen vor dem Computer. Das schöne Wetter draußen scheint sie kaum noch zu interessieren, da sie weit in die Stadt fahren müssten, um ihre Hobbys ausleben zu können. Geräte wie Inliner, Skateboards oder City Roller verrosten in den Garagen. Derart investiertes Geld für die Kinder und Jugend landet auf dem nächsten Sperrmüll oder bei einem Flohmarkt und weshalb? Wir haben keine angemessene Anlage, um diese Geräte ausleben zu können. Standorte für einen solchen Skatepark gäbe es und Friedrichstal hat schon acht Spielplätze für Kinder, welche aber die Jugend außen vor lässt.

Ein Skatepark ist neben einer Sportstätte immer ein guter Treffpunkt für Jugendliche. Junge Leute brauchen Orte, an denen sie sich treffen können ohne dass ihnen vermittelt wird, sie wären unerwünscht. Zudem ist ein Skatepark ein guter Ort für Integration, da Skater in der Regel tolerante und offene Menschen sind, die andere Skater, egal welcher Herkunft, gerne willkommen heißen. Andere Städte bewerben ihre Skateparks sogar mehrsprachig. Skateboarden ist dazu noch eine vergleichsweise kostengünstige Sportart, da nicht erst ein teures Sportgerät angeschafft werden muss. Ein weiterer Vorteil wäre, dass Jugendliche nicht mehr so oft auf der Straße fahren - Skater “von der Straße weg”. Wenn dann noch insbesondere Jugendliche, die bisher keinen Sport machen für diese sinnvolle Freizeitbeschäftigung gewonnen werden, würden sie sich mehr bewegen und gesünder leben.

Ein Skatepark, wo sich altersspezifisch alle austoben können, wäre daher eine sinnvolle Ergänzung bestehender Einrichtungen. Eine erfolgreiche Umsetzung dieses Projektes, unter Einbeziehung von Jugendlichen, würde mit Sicherheit dazu beitragen, das Image der Stadt Stutensee als moderne und offene Kommune mit einem Gespür dafür, einen Bedarf bei der jüngeren Generation zu erkennen und Lösungen anzubieten, weiter verbessert und bestätigt wird.

Charaktersache – oder – wo ein Wille ist, da ist auch eine Tüte

Thorsten Kiefer

(Kandidat für Ortschaftsrat Friedrichstal und Gemeinderat)

 

Wer kennt sie nicht, die auffallenden Schilder auf öffentlichen Plätzen oder in den Vorgärten, die darauf aufmerksam machen sollen, die Hinterlassenschaft unserer vierbeinigen Freunde doch bitte zu entsorgen – und dies auch ordnungsgemäß.

Gemeinhin gilt es als Ordnungswidrigkeit, Hundekot auf öffentlichen Plätzen und Gehwegen nicht zu entfernen, was einige wenige Hundebesitzer aber nicht zu interessieren scheint – deren Hund verrichtet sein Geschäft überall und es wird nicht entfernt.

Ungeachtet dessen, dass die Hundehaufen ein Gesundheitsrisiko darstellen können, ist es doch sehr unangenehm, wenn man in einen selbigen hineintritt. Wer schon einmal Hundekot aus dem Profil der Schuhe entfernen musste, weiß wovon hier die Rede ist.

Dies ist sicherlich für ein verständnisvolles Miteinander nicht zuträglich – weder bei Hundebesitzern untereinander, als auch zwischen Hundebesitzern und „Nicht-Hundebesitzern“.

In allen Stadtteilen gibt es viele öffentliche Hundeklos mit kostenlosen Plastiktütchen, die auch benutzt werden dürfen.

Was spricht dagegen, ein solches Tütchen vor dem Gassi gehen einzustecken? Nach dem Spaziergang kann das gebrauchte Tütchen im dafür vorgesehenen Hundeklo entsorgt werden und muss nicht ein trauriges Dasein am Wegesrand fristen.

Dadurch hat man nun auch die Möglichkeit, sich wieder mit einem neuen, ungebrauchten Tütchen zu versorgen.

Wahrlich kein großer Aufwand für jeden Einzelnen - aber sicher förderlich für eine harmonische Gemeinschaft, denn es gibt auch sehr viele Mitbürgerinnen und Mitbürger, die selbst keinen Hund halten und daher die Hinterlassenschaften unserer vierbeinigen Freunde noch kritischer betrachten. Umso mehr sollten wir als Hundehalter die von der Stadt zur Verfügung gestellten Mittel (Tütchen und Hundeklo) auch tatsächlich nutzen.

Für und wider eine zentrale Teilenthärtung des Trinkwassers

Dr. Gernot Buth

(Kandidat Gemeinderat)

Die Überlegungen des Zweckverbands "Wasserversorgung Mittelhardt" für eine Teilenthärtung des Trinkwassers in Stutensee konkretisieren sich, darum lädt die Stadt Stutensee zu Bürgerinformations- und Dialogveranstaltungen am 19. und 27. März 2019 ein. Die zahlreichen Gesichtspunkte, die in die Entscheidung einfließen müssen, gehen weit über Kalkflecken an Duschkabinen und Wasserhähnen sowie den Spülmittelverbrauch von Waschmaschinen hinaus. Das mit 18° bis 20° dH recht harte Wasser kann die Lebensdauer von Elektrogeräten zur Heißwasserbereitung (Boiler, Durchlauferhitzer, Wasserkocher, Kaffeemaschinen...) herabsetzen, erhöht den Stromverbrauch und Wartungsaufwand dieser Geräte, macht den vermehrten Einsatz von Chemikalien zur Entkalkung erforderlich usw. Diese Nachteile harten Wassers lassen Haus- und Wohnungseigentümer zur "Selbsthilfe" greifen und sich Anlagen zur dezentralen Wasserenthärtung installieren, was, wie wir sehen werden, unter verschiedensten Gesichtspunkten von allen Lösungen die schlechteste ist.

Wirtschaftlichkeit

Die Hersteller von Anlagen zur dezentralen Wasserenthärtung sind großartig darin, die Ersparnisse an Waschmittel, Entkalker, Strom usw. durch den Kauf einer solchen Anlage vorzurechnen; zahllose Beispiele dafür findet man nach kurzer Internetrecherche. Verbraucherschutzorganisationen halten mit ebenso schöner Regelmäßigkeit dagegen. Eine Beispielrechnung von neutraler Stelle (TZW), die auch die Kosten für die zentrale Enthärtung mit in den Blick nimmt und auf einer Fraunhoferstudie von 2004 basiert, findet sich in den Informationsunterlagen zum Thema, die die Stadt Stutensee dankenswerterweise auf ihrer Internetpräsenz zur Verfügung gestellt hat. Diese sollen hier durch eigene Beobachtungen ergänzt werden:

Bei einem Wasserverbrauch im Haushalt von 114,4 m³ wurden 105 kg Regeneriersalz verbraucht, was Kosten von 37,80 € verursachte. Mangels Herstellerangaben kann der zusätzliche Wasser- und Abwasserverbrauch durch die Regeneriervorgänge nur abgeschätzt werden. Auf Basis der Verbrauchswerte einer ähnlichen Anlage neuerer Bauart ist, umgerechnet auf den o.g. Salzverbrauch, von zusätzlichen Wasser- und Abwasserkosten durch eine solche Anlage von 26,50 € auszugehen. Hinzu kommen Stromkosten, hochgerechnet auf ein Jahr, von 8,00 €. In der Summe ergeben sich Betriebskosten für die dezentrale Entkalkung in diesem Haushalt von 72,30 € pro Jahr.

Im Vergleich dazu verursacht die zentrale Enthärtung bei dem o.g. Wasserverbrauch und dem in den Informationsunterlagen genannten geschätzten Mehrpreis von 0,41 € pro  Wasser Mehrkosten von 46,90 € pro Jahr. Die zentrale Teilenthärtung resultiert also in diesem realen Beispiel gegenüber der dezentralen in einer Ersparnis von etwa 25 € pro Jahr bei gleicher Zielhärte von 8° dH. Noch nicht eingerechnet sind dabei die eingesparten Kosten für die jährliche Wartung der dezentralen Anlage! Es ist darüber hinaus anzumerken, dass der erzielte Härtegrad in den beiden verglichenen Fällen nicht gleichwertig ist. Im Gegensatz zum bei der heimischen Anlage verwendeten Ionenaustausch reduziert die bei der zentralen Enthärtung angewandte Umkehrosmose auch die Karbonathärte des Wassers; der Kesselsteinbildung und dem damit verbundenen erhöhten Energieverbrauch und der verkürzten Gerätelebensdauer rückt man also mit der zentralen Teilenthärtung wesentlich effektiver zu Leibe.

Umwelt

Ein Mehrverbrauch von Waschmitteln, Shampoo, Putzmitteln und Entkalker bedeutet natürlich auch, dass alle diese Stoffe ins Abwasser gelangen. Glücklicherweise sind unsere Kläranlagen auf die meisten dieser Substanzen vorbereitet, dennoch ist es sicher vorteilhaft, wenn diese Belastungen gar nicht erst anfallen. Auch der erhöhte Stromverbrauch von verkalkten Elektrogeräten stellt eine ökologische Belastung dar. Wenn Elektrogeräte durch Verkalkung vorzeitig ausfallen, vergrößert das nicht allein das Elektroschrottaufkommen; ein Löwenanteil des ökologischen Fußabdrucks eines Geräts geht auf das Konto der bei seiner Herstellung eingesetzten Energie und Rohstoffe. Insofern ist dasjenige Gerät das umweltfreundlichste, das möglichst lange seinen Dienst verrichtet.

Den Umweltvorteil durch geringeren Wasch- und Putzmittelverbrauch erkauft man sich bei Verwendung einer heimischen Anlage zur Entkalkung durch einen Eintrag von Regeneriersalz in das Abwasser; denn alles, was man in die Anlage einfüllt, landet letztlich im Abwasser, wenn auch - im Fall der Natriumionen - auf Umwegen.

Bei der zentralen Teilenthärtung fällt im Zuge des Umkehrosmoseprozesses ein Konzentrat an, das ausgeleitet werden muss. Es enthält jedoch im Wesentlichen genau jene Stoffe, die im Trinkwasser bereits enthalten sind, stellt also in diesem Sinne keine zusätzliche Umweltbelastung dar. Hier ist jedoch eine Einschränkung anzubringen: Zum Schutz vor Verblocken der Membrane werden Antiscalante (Natriumtripolyphosphate oder Phosphonsäuren) zugesetzt, die im Konzentrat verbleiben und damit letztlich in ein Gewässer oder eine Kläranlage eingeleitet werden. Diese Substanzen wirken in der Umwelt wie Nährstoffe, weshalb ihre Einleitung genehmigungspflichtig ist und nur in begrenztem Umfang gestattet wird.

Gesundheitliche Aspekte

Man liest zuweilen, hartes Wasser sei wegen der darin enthaltenen Mineralien, insbesondere Calcium und Magnesium, gut für die Gesundheit. Eine Großstadtlegende behauptet sogar, einen Liter destilliertes Wasser zu trinken würde einen Menschen umbringen. Hingegen wurde von einem Anbieter abgefüllten mineralienarmen Wassers auf dem letzten Naturheiltag in Stutensee behauptet, Mineralien im Wasser seien wie kleine Körnchen, die unsere Gesundheit schädigen. Lassen Sie sich nicht verunsichern: Weder hartes noch weiches Wasser birgt irgendwelche gesundheitlichen Risiken per se; mit unserer Nahrung nehmen wir erheblich mehr lebensnotwendige Mineralien auf als über das Trinkwasser. Die einzigen gesundheitlichen Risiken enthärteten Wassers lauern in der heimischen Anlage, wenn sie nicht regelmäßig fachmännisch gewartet wird: Durch ein Übermaß an Natriumionen im Trinkwasser, was insbesondere Bluthochdruckpatienten betrifft, oder durch Verkeimung.

Fazit

Bei der Entscheidung für oder gegen eine zentrale Teilenthärtung gilt es viele Gesichtspunkte gegeneinander abzuwägen; die oben genannten sind nur ein kleiner Ausschnitt. Immer sollte dabei berücksichtigt werden, dass der Verzicht auf eine zentrale Teilenthärtung zahlreiche Haus- und Wohnungseigentümer zu einer Nutzung einer dezentralen Anlage bewegt, was mit einigen Nachteilen in verschiedenen Bereichen verbunden ist. Insbesondere die künftigen Anwohner im "Wohnpark Mittendrin" und Baugebiet "24-Morgenäcker" werden sich baldige Klarheit wünschen, um nicht unnötig in teure Anlagen von zweifelhaftem Nutzen zu investieren.

Ferienbetreuung auch im Stadtteil Friedrichstal

Viola Weis

(Kandidatin Ortschaftsrat Friedrichstal und Gemeinderat)

 

Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, das ist leider für viele Mamas immer noch sehr schwierig, vor allem an schulfreien Tagen (Ferien oder Brückentage). Halten sich die Ferientage im Kindergarten noch einigermaßen im Rahmen dessen was ein Arbeitnehmer mit seinen Urlaubstagen vereinbaren kann, so hat man mit Schulkindern doch so manch freie Tage und Wochen zu überbrücken. Neben 6,5 Wochen Sommerferien gibt es noch Osterferien, Weihnachtsferien, Pfingstferien und natürlich die närrische Zeit. Da kommen, alles in allem, über 12 Wochen im Jahr zusammen. Leider hat man als Arbeitnehmer diese 12 Wochen aber nicht zur Verfügung. Und in vielen Fällen sind Omas und Opas oder andere Verwandte eben nicht verfügbar um diese Tage oder Wochen zu überbrücken -  tja, dann hat man ein Problem.
Stutensee bietet bereits in den Sommerferien die eine oder andere Ferienbetreuung an. So gibt es beispielsweise das Caribi Feriendorf im Stadtteil Blankenloch, Ferien ohne Koffer im Stadtteil Spöck (organisiert vom CVJM) und die städtische Ferienbetreuung in der Pestalozzi Grundschule Blankenloch (diese wurde in 2019 sogar auf weitere Ferien erweitert). Für Friedrichstaler Mamas sind alle diese Optionen mit zusätzlichem Zeitaufwand für Hin- und Rückfahrt verbunden. Damit wird die Möglichkeit eingeschränkt ihrem Arbeitsverhältnis im vorgesehen Umfang nachzukommen und wenn der Arbeitgeber keine Flexibilität der Arbeitszeit einräumt, dann wird auch die Ferienbetreuung zum Problem, wenn sie nicht unmittelbar vor Ort angeboten wird.
Eine Ferienbetreuung im Stadtteil Friedrichstal wäre als eine durchaus sinnvolle Lösung. Der Bedarf ist definitiv da.

Kindersicherheit geht alle an!

meint unsere Kandidatin für den Ortschatsrat Staffort

Stefanie Zöller

Sie ist Dipl. Sozialarbeiterin, Mitglied im Elternbeirat der Schule und Kindergarten Arche Noah und möchte als Ortschaftsrätin Stutensee als attraktiven Ort zum Leben erhalten und weiterentwickeln.

Kinder müssen sich heute in einer Welt zurecht finden, die ihnen in der Öffentlichkeit immer weniger Raum zum Entdecken, Toben und Spielen gewährt.

Unsere Stafforter Kinder haben das Glück, ländlich aufzuwachsen. Sie können sich ohne große Vorbereitungszeit mit ihren Freunden  auf dem Spielplatz treffen und zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch den Ort stromern.

Leider schwingt dabei immer mehr die Sorge der Eltern mit. Denn obwohl es zahlreiche Verkehrsberuhigungen, wie z.B. die Ampelanlage in der Büchenauer Straße, die Spielstraße im Unterfeld und die bepflanzten Straßenverengungen in der Gartenstraße gibt, wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit nicht nur deutlich überschritten, sondern teilweise sogar gänzlich missachtet.

Selbst vor Schule und Kindergärten wird nur wenig Rücksicht auf die kleinen ABC-Schützen genommen. Wen wundert es dann, dass Eltern ihre Kinder mittlerweile nicht mehr in die Schule laufen lassen und lieber chauffieren?

Je nach Entwicklungsstand und Alter müssen Kinder notwendige Verhaltensregeln erlernen und sich dadurch immer sicherer im Straßenverkehr bewegen. Dieser Erziehungsauftrag liegt jedoch nicht nur bei den Eltern, sondern bei allen Verkehrsbeteiligten, vor allem den Autofahrern.

Als Mutter von drei Kindern in Schule und Kindergarten und angestellte Sozialarbeiterin der Betreuungsbehörde der Stadt Karlsruhe ist es mir ein großes Anliegen, die Verkehrskontrollen in Staffort zu verstärken, um die ländliche Sicherheit für unsere Kinder zu gewährleisten.

Sollten wir nicht alle ein wenig mehr Rücksicht nehmen und unseren Kindern diese Freiheit erhalten?

Stutensee-Bad: Öffnungszeit um den Sonntagnachmittag erweitern

Ines Hammer

(Kandidatin Ortschaftsrat Staffort und Gemeinderat)

Seit Mitte September letzten Jahres erfreuen sich die Stutenseer an ihrem neuen Stutensee-Bad. Auch wenn es dem einen oder anderen vielleicht zu klein erscheint, es bietet neben dem Spöcker Bad alles, was für Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit erforderlich ist: ein großes Schwimmerbecken mit vier Bahnen zu 25 Metern, ein Kinderbecken mit Rutsche und ein Kleinkinderbecken. Mit der neuesten Technik ausgestattet, bietet es zusätzlich die Möglichkeit, sein mitgebrachtes Vesper an einer kleinen Imbissecke einzunehmen. Eigentlich perfekt, um den verregneten Sonntagnachmittag mit der ganzen Familie dort zu verbringen. Gerade, wenn Papa endlich mal die Möglichkeit hätte, dabei zu sein. Wer es dann mit Kind und Kegel, den gepackten Taschen und aufgeregten Kindern endlich nach Blankenloch geschafft hat, wird jedoch leider enttäuscht: die Türen des Stutensee-Bades schließen sonntags bereits um 13 Uhr. "Ja, das war schon immer so!". Aber muss das auch so bleiben? Sollte das so bleiben? Ist dies denn sinnvoll und könnten damit nicht zusätzliche Einnahmen für die Stadt generiert werden? Das Wochenende hat zwar noch den Samstag, an dem das Bad auch den ganzen Tag geöffnet hat. Aber wird der nicht eher für sämtliche Arbeiten und Erledigungen benötigt, für die unter der Woche keine Zeit mehr war? Dass es einen Ruhetag gibt (montags), leuchtet völlig ein. Dennoch: ein so tolles neues Schwimmbad, auf das viele Stutenseer stolz sind, sollte am Sonntagnachmittag für alle geöffnet sein, zumindest in der Winterzeit. Ist es nicht der einzige Tag, an dem gerade Familien endlich zusammen sinnvoll die Zeit miteinander verbringen können? Ich meine darüber sollte ernsthaft nachgedacht werden.

Karin Vogel, Ortsvorsteherin Spöck

(Kandidatin für Ortschaftsrat Spöck, Gemeinderat und Kreistag)

 

Innenraumentwicklung in Stutensee – Chancen und Herausforderungen

StuWo, 7. März 2019

In der zurückliegenden Sitzung des Gemeinderates hat das Stadtplanungsamt dem Gremium ein erstes Konzept zur Umsetzung der Innenraumentwicklung in allen Stadtteilen vorgelegt. Hier wurden Potentiale in den Siedlungsgebieten erfasst und Strategien zur Weiterentwicklung bzw. Verdichtung über die bisherigen Möglichkeiten hinaus vorgestellt.
Bisher war Innenraumverdichtung ohne Bebauungsplan praktisch nur nach § 34 BauGB möglich, wenn schon eine Wohnnutzung in dem Straßenzug in 2. Reihe vorhanden war. Zurzeit läuft ein Projekt in der Südenstraße in Blankenloch, in dem noch keine 2. Reihe Bebauung mit Wohnnutzung vorhanden ist und in dem nun ein Rahmenplan eine Wohnbebauung regeln soll.
Weitere Möglichkeiten wären die Aufstellung von Bebauungsplänen in "2. Reihe". Hier sollten meiner Meinung nach vor allen Dingen "Baufenster" festgelegt werden, also die Bereiche, in welchen Gebäude gebaut werden dürfen, und Bereiche, welche private Grünflächen bleiben sollen. Ebenso sollte die Anzahl der Wohneinheiten, Geschossigkeit und Stellplätze geregelt werden, um so auch die Verdichtung steuern zu können. Eine weitere Möglichkeit, die aufgezeigt wird, ist sehr alte Bebauungspläne zu ändern, die wenige Ausbaumöglichkeiten zulassen oder gar eine Bebauung in 2. Reihe explizit ausschließen. In diesen Gebieten gibt es oft keine oder nur eingeschränkte Möglichkeiten von baulichen Veränderungen, z.B. Kniestockerhöhungen oder Dachaufbauten wie Gauben. Hier können Veränderungen des Bebauungsplanes deutliche Erleichterungen bringen, z.B. beim Ausbau der Dachgeschosse, und so dazu beitragen Wohnraum zu schaffen.
Alle Möglichkeiten schließen notwendigerweise eine Beteiligung der Grundstücksbesitzer mit ein sowie deren Bereitschaft an diesen Planungen/Gesprächen teilzunehmen. Die Grüngerüstpläne mit mittleren und hohen Wertigkeiten müssen hier natürlich weiterhin mit in die Beurteilung fließen. Ich wünsche mir, dass das Stadtplanungsamt positive Beispiele der 2. Reihe Bebauung den Bürgern aufzeigt, denn oft fehlt die Vorstellungskraft, wenn es um die Veränderung des bestehenden Innenraums geht. Es werden also Infoveranstaltungen und viele Gespräche mit den Grundstücksbesitzern und Bewohnern notwendig. Einen Flächenmanager zum Beginn einzustellen, finde ich die richtige Entscheidung. Das Stadtplanungsamt kann sich dann um die eigentliche Planung kümmern und der Flächenmanager kann Aufgaben wie die Terminierung und Durchführung der Gespräche, Infoveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit übernehmen.
Innenraumentwicklung erfordert feinfühlige aber auch ganz individuelle Planungen. Viele unter den Freien Wählern können sich auch kleine städtebauliche Lösungen vorstellen, die eine Alternative zur klassischen 2. Reihe
Bebauung sind. Vereinfacht ausgedrückt : z.B. mehrere Grundstücksbesitzer nebeneinander schließen sich zusammen, um über kleine private Stichstraßen Gebäude zu erschließen. Dadurch kann dann stellenweise tiefer in die
Strukturen gebaut werden (3. Reihe) und es können z.B. auch Wohnhöfe ausgebildet werden. Diese Art der Bebauung wird dann vermutlich über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan geregelt werden müssen. Zur Erinnerung, vor
vielen Jahren habe ich dazu in Spöck einen Studentenwettbewerb ausgerufen, der sehr interessante Ideen hervorgebracht hatte und für das "Oberdorf" (Kronenstraße, Brunnenstraße, Henhöferstraße, Friedhofstraße) Möglichkeiten aufgezeigt hat, wie vorhandene Flächen besser genutzt, Scheunen in Wohngebäude umgewandelt und öffentliche Flächen attraktiv(er) gestaltet werden könnten. Wir Freien Wähler schlagen daher vor, basierend auf der im Gemeinderat präsentierten Bestandsaufnahme, in einem nächsten Schritt in jedem Stadtteil zunächst ein Quartier zu identifizieren und konkrete Maßnahmen zur innerörtlichen Entwicklung gemeinsam mit den Eigentümern zu entwickeln und umzusetzen. Weitere Quartiere sollen dann Schritt für Schritt folgen. Das Ganze muss natürlich im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für den jeweiligen Stadtteil erfolgen, der zuvor erarbeitet wird.
In der innerörtlichen Entwicklung liegen viele Chancen, die sehr individuell je Stadtteil und Quartier gemeinsam mit den Eigentümern erarbeitet werden müssen.

 

Wohnprojekte in Form eines Mietshäusersyndikats

In Mannheim hat eine Baugruppe ein Projekt in Form des Mietshäusersyndikats gebaut. In diesem, derzeit jüngsten Projekt, sind inzwischen die Bewohner eingezogen und gaben Interessierten die Möglichkeit einer Besichtigung. Einige der Freien Wähler waren vor Ort und haben sich informiert.

Die Freien Wähler luden am 7. März 2018 zu einer öffentlichen Veranstaltung in Spöck ein, bei der ein Beteiligter diese Projekte vorstellte. Diese Veranstaltung war gut besucht und im Anschluss an den ausführlichen Vortrag ergab sich eine rege Diskussion und ein Austausch mit dem Referenten.

 

Mitshäusersyndikate gibt es in bereits zahlreichen Städten (z.B. Freiburg, Mannheim) und es wurden bisher 130 Hausprojekte realisiert, die mit 17 Projektinitiativen einen Verbund bilden.

Was sich genau hinter dem Modell verbirgt, kann auf  Mietshäuser Syndikat nachgelesen werden.


Ganz kurz zur Erklärung: Beim Mietshäusersyndikat wird Wohnraum gebaut und bleibt immer Wohnraum mit gesicherten Mieten, für immer.

Die Mieter gründen einen Verein und eine GmbH. In der GmbH gibt es zwei Gesellschafter einmal den Verein und einmal das Syndikat. Beide Gesellschafter können sich nicht überstimmen, sondern müssen immer einen Konsens finden. Sehr interessant ist auch, dass die Projekte nicht nur durch klassische Bankkredite, sondern auch über private KleinKredite sich finanziert werden können.

 

Es sind keine Investitionsprojekte!


Dies ist für eine Stadt auch eine Chance günstigen (nicht billigen) Wohnraum zu schaffen, ohne selbst viel zu investieren - meist ist der Grundstückspreis subventioniert. Darüber hinaus wird dies über Baugruppen organisiert, d.h. es ist von vorne herein garantiert, dass sich die zukünftigen Mitbewohner kennen und gerne zusammenleben. In dem Projekt „Umbau“ in Mannheim leben Familien, Paare, Alleinstehende und auch Flüchtlingsfamilien haben eine Unterkunft gefunden.

In Mannheim wurden auf dem Konversionsgelände „Turley“ drei solcher Projekte realisiert. Zwei Neubauten und eine Bestandsgebäude.

 

Bezahlbarer Wohnraum wird für uns in den nächsten Jahren in der Siedlungspolitik in Stutensee ein  großes Thema sein. Diese Modell ist eine der Möglichkeiten langfristig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Flächen sinnvoll nutzen

Dr. Klaus Mayer, Fraktionsvorsitzeder

(Kandidat Gemeinde- und Ortschaftsrat)

"Neubaugebiete im Außenbereich werden auch weiterhin ein Element der Siedlungsentwicklung bleiben, wohl wissend dass Flächen eine begrenzte und deshalb sehr wertvolle Ressource sind. Darüber hinaus müssen wir, und das war unserer Fraktion schon immer ein Anliegen, die Innenentwicklung unserer Stadtteile stärker in den Fokus nehmen. Einerseits muss hier die Baurechtsbehörde pragmatisch und bürgernah Einzelfalllösungen ermöglichen. Andererseits müssen wir bei größeren Arealen die Balance finden zwischen zu schützenden Grüngerüsten einerseits und der sinnvollen Umnutzung leerstehender Ökonomiegebäude andererseits." Dies war die klare Forderung der Freien Wähler, die wir seit mehr als 10 Jahren immer wieder in unseren Haushaltsreden vorgebracht haben und die wir in der diesjährigen Haushaltsrede erneuert haben. In der Vergangenheit hat die damalige Bauverwaltung allerdings der Dringlichkeit und der Notwendigkeit dieser Thematik nicht die erforderliche Bedeutung zugemessen. Mittlerweile hat hier ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Nun hat die Stadtverwaltung in der letzten Gemeinderatssitzung ein Konzept zum weiteren strategischen Vorgehen vorgestellt. Darin wurden wichtige Daten und Fakten zusammengefasst und ein Überblick über unbebaute Grundstücke, möglicherweise verfügbare Flächen und Grüngerüste gegeben. Damit kommt in diesen Prozess endlich die notwendige Dynamik um innerörtliche Flächen sinnvoll nutzen und einer wohnbaulichen Verwendung zuführen zu können. In allen Stadtteilen ist das Potenzial für ein Nachverdichtung vorhanden. Allerdings muss für jedes Areal eine vorsichtige Abwägung stattfinden um schützenswerte Grünbereiche zu erhalten und neuen Wohnraum zu schaffen.Selbstverständlich kann dies nur unter Einbeziehung der Grundstückseigentümer geschehen und dazu muss die Verwaltung in einen intensiven Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern treten. Innerörtliche Entwicklung bringt Flächenökonomie, Schaffung von Wohnraum und Wertschöpfung in sinnhafter Weise zusammen. Dies wollen wir verstärkt angehen und in den nächsten Jahren konkret umsetzen.

Es gibt (leider) nur einen Listenplatz 1 ...

Stutensee, 07.03.2019


 

 
Bild: S.Schiebel
… und dennoch gab es keine Kampfabstimmung, wer diesen Platz 1 auf unserer Liste besetzen möchte – auch wenn alle unsere Kandidaten dafür geeignet sind. Die Nominierungsveranstaltung lief sehr harmonisch ab und war geprägt vom gemeinsamen Willen, mit der bestmöglichen Mannschaft in die Kommunalwahlen 2019 zu gehen.
Die Freien Wähler freuen sich, neben bereits erfahrenen Bewerbern auch zahlreiche Erstbewerber gewinnen zu können und damit einen guten Mix aus jüngeren und älteren Kandidatinnen und Kandidaten, aus unterschiedlichen Berufsgruppen und selbstverständlich ausgewogen aus allen Stadtteilen anbieten zu können. Wie bei den Freien Wählern üblich, haben sich auch einige unabhängige Kandidat*innen für eine Kandidatur auf unserer Liste entschieden.  
Was allen unseren Kandidat*innen gemein ist: sie brennen darauf, die Politik und damit die Entwicklung unserer Stadt aktiv mitzugestalten und mit zu verantworten und dabei immer mit einem offenen Ohr für die Anliegen aller Stutenseer*innen und mit offenen Augen für die Natur, für die Menschen in unserer Stadt  und mögliche künftige Entwicklungen.
Die Kompetenzen unserer Kandidat*innen decken das gesamte Spektrum ab, das für die Erfüllung der Aufgaben eines Gemeinde-/Ortschaftsrates benötigt wird, um die anfallenden Themen und Aufgaben bestmöglich und nachhaltig abarbeiten zu können.
Auf der gut besuchten Nominierungsversammlung am Mittwoch, dem 6.3.2109, an der fast alle Kandidaten teilnehmen konnten, haben die Mitglieder dem ausgearbeiteten Listenentwurf zugestimmt. Für den Gemeinderat kandidieren:
  1. Karin Vogel
  2. Walter Dörflinger
  3. Dr. Klaus Mayer
  4. Melitta Bernauer
  5. Manfred Beimel
  6. Lilli Baumann
  7. Klaus Mangold
  8. Sven Schiebel
  9. Iris Schlimm
  10. Dirk Fetzner
  11. Jens Richter
  12. Berit Maisenbacher
  13. Klaus Hofmann
  14. Dieter König
  15. Jochen Freimüller
  16. Ines Hammer
  17. Julian Reich
  18. Dr. Gernot Buth
  19. Damian Pfettscher
  20. David Becker
  21. Rainer Morlock
  22. Micha Mack
  23. Viola Weis
  24. Alexander Schlimm
  25. Thorsten Kiefer
  26. Andreas Hoffmann
Als Ersatzkandidatin steht Silke Wigger zur Verfügung.
Auch die Listen für die Wahl der Ortschaftsräte konnten jeweils in einer Blockabstimmung verabschiedet werden. Für Friedrichstal kandidieren Thorsten Kiefer, Viola Weis, Julian Reich, Lilli Baumann, Klaus Hofmann und Silke Wigger. In Spöck stehen für den Ortschaftsrat zur Verfügung Karin Vogel, Manfred Beimel, Dr. Klaus Mayer, Jochen Freimüller, Matthias Hauth und Micha Mack. In Staffort stellen sich zur Wahl Melitta Bernauer, Dirk Fetzner, Jochen Gamer, Ines Hammer, Stefanie Zöller sowie Ludwig-Wilhelm Heidt.
In der der Nominierung folgenden Diskussion wurden die nächsten Schritte für den Wahlkampf festgelegt und die Weichen für weitere Vorhaben gestellt.
Beim abschließenden Gruppenfoto erhielt unser Fotograf kurzfristige Unterstützung eines Mitbürgers, der bei den Kandidat*innen noch lange für ein Schmunzeln sorgen wird.
Freie Wähler Stutensee e.V.
Jens Richter

Freie Wähler und WBB nominieren Kandidaten für den Wahlkreis V Stutensee / Weingarten

Stutensee, 14.02.2019

In einer gemeinsamen Nominierungsversammlung haben die Mitglieder der Freien Wähler Stutensee und der WBB Weingarten ihre Kandidaten für die anstehende Kreistagswahl im Wahlkreis V Stutensee / Weingarten nominiert.

Jens Richter und Timo Martin, der aktuell bereits Kreistagsmitglied ist, haben den gemeinsamen Wahlvorschlag erarbeitet, bei dem es den Verzicht von OB a.D. Klaus Demal auf eine weitere Kreistagskandidatur zu ersetzen galt.

Timo Martin gab vor der Wahl der Kandidaten einen kurzen Überblick über die in den letzten Jahren erfolgte Arbeit im Kreistag und sprach einige anstehende Themen an. Die Versammlung unter Leitung von Jens Richter wählte anschließend einstimmig die neun Kandidaten, die alle ihren kommunalpolitischen Sachverstand auf verschiedenen Ebenen bereits nachgewiesen haben. Da viele Entscheidungen des Kreistages auf die Gemeinde und deren Bürger direkt Auswirkungen haben, hat sich OB´in Petra Becker aus Stutensee entschieden, sich auf der Liste der Freien Wähler / WBB um ein Kreistagsmandat zu bewerben.

Damit setzt sich die Bewerberliste der Freien Wähler und WBB im Wahlkreis V Stutensee / Weingarten zusammen aus Petra Becker, Timo Martin, Walter Dörflinger, Karin Vogel, Gerhard Reis, Manfred Beimel, Marielle Reuter (geb. Mieden), Lilli Baumann und Klaus Mangold auf den Listenplätzen eins bis neun. Als Ersatzbewerber wurde Dr. Gernot Buth gewählt. Die Versammlung war sich einig, mit den gewählten Kandidaten den Wählern wiederum ein hervorragendes Angebot für eine bestmögliche Vertretung des Wahlkreises im Kreistag zu unterbreiten.

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