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2018

Weihnachtsgrüße 2019 - ein kurzer Rückblick

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen. Es war für unsere Stadt ein sehr bewegtes Jahr.
Außerordentliche kommunalpolitische Ereignisse reihten sich aneinander wie selten zuvor. Die ersten Wochen waren geprägt von der Diskussion um den Lachwald, die mit sehr viel Energie und durchaus kontrovers, zumTeil auch sehr polarisiert geführt wurden. Eine Folgerung resultierte aus diesem Prozess: Gemeinderat und Stadtverwaltung müssen mehr Transparenz in der Kommunalpolitik schaffen. Nach dem klaren Votum des Bürgerentscheids hätte man meinen sollen, dass Stutensee sich wieder verstärkt auf das "Tagesgeschäft", das schwierig genug ist, konzentrieren kann. Doch unser langjähriger Oberbürgermeister Klaus Demal erklärte im Frühjahr seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen. Eine Entscheidung, die von allen Seiten mit Verständnis aufgenommen wurde und die mit Respekt und Anerkennung seiner Leistungen für Stutensee gewürdigt wurde. Dieser Schritt hatte zur Folge, dass sehr zeitnah die Stelle eines Oberbürgermeisters/Oberbürgermeisterin der Stadt Stutensee ausgeschrieben werden musste. In der Interimszeit hat unsere Erste Bürgermeisterin Sylvia Tröger die Amtsgeschäfte hervorragend geleitet. Von Seiten der Freien Wähler unterstützten wir die Kandidatur von Petra Becker, die im zweiten Wahlgang auch mit deutlicher Mehrheit von den Stutenseer Bürgerinnen und Bürgern gewählt wurde. Sie warb und steht für
Unabhängigkeit und Transparenz und will Stutensee „gemeinsam gestalten“. Die frühzeitige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidungsfindung ist ihr wichtig. Dafür stehen auch wir Freien Wähler.

Seit 1. Oktober hat Stutensee nun mit Petra Becker eine Oberbürgermeisterin, die mit viel Elan und Entschlossenheit das Ruder in die Hand genommen hat. Bei den Beratungen zum Haushalt 2019 ging es in den vergangenen Wochen darum, die richtigen Weichenstellungen für das kommende Jahr zu finden. Mit der Verabschiedung des Haushaltes am vergangenen Montag fand die Arbeit im Gemeinderat für das nun zu Ende gehende Jahr ihren Abschluss.
Wir Freien Wähler blicken auf ein arbeits- und ereignisreiches Jahr zurück, in dem wir viel für unsere Stadt erreichen konnten. Wir nehmen aber auch die Erfahrungen in diesem Jahr zum Anlass, in unserer politischen Arbeit zu mehr Dialog einzuladen und noch besser zu kommunizieren. Insbesondere die Zeit bis zu den im Mai 2019 anstehenden Kommunalwahlen eröffnet viele Gesprächsmöglichkeiten um mit unseren amtierenden
Ortschafts- und Gemeinderäten, aber auch mit unseren Kandidatinnen und Kandidaten ins Gespräch zu kommen.
Die vor uns liegenden Feiertage geben uns Gelegenheit zur Ruhe zu kommen, etwas Abstand zu gewinnen und Energie zu tanken für ein neues Jahr, in dem wir Stutensee gemeinsam mit Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, weiter voran bringen wollen. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen besinnliche Weihnachten, erholsame Urlaubstage und einen guten Start ins neuen Jahr.

 

Ihre Freien Wähler Stutensee


Gemeinderäte: Manfred Beimel, Melitta Bernauer, Walter Dörflinger, Dirk Fetzner, Ludwig-Wilhelm Heidt, Klaus Mangold, Dr. Klaus Mayer, Iris Schlimm
Ortschaftsräte: Gabi Aulenbach, Klaus Hofmann, Micha Mack, Karin Vogel
Stadtverbandsvorsitzende: Jens Richter, Dr. Gernot Buth

Wertschätzung der Stadtteile

 

Unsere Stadt entstand aus dem Zusammenschluss von vier vormals selbständigen Gemeinden. In mehr als vierzig Jahren ist aus diesem Gebilde eine florierende große Kreisstadt geworden und die Stadtteile sind in dieser Zeit zusammengewachsen.

Stutensee hat in dieser Zeit eine eigene Identität entwickelt. Dennoch haben Staffort, Spöck, Friedrichstal und Blankenloch mit Büchig ihren jeweiligen Charakter erhalten. Dieser Konstellation, dieser Einigkeit in Vielfalt, muss auch Rechnung getragen werden.

Unsere Oberbürgermeisterin Petra Becker hat angekündigt, Bürgersprechstunden in allen Stadtteilen anzubieten. Wir Freien Wähler begrüßen dies sehr, denn es ist nicht nur ein Zeichen von Bürgernähe und Bereitschaft zum Dialog, es ist auch eine Wertschätzung der Stadtteile und ihrer Einwohner/Innen, die hier zum Ausdruck kommt.

Insbesondere für Mitbürgerinnen und Mitbürger, die weniger mobil sind, dürfte dieses Angebot sehr willkommen sein. Wir denken der Gemeinderat sollte diesem Beispiel folgen und zu einer Praxis zurückkehren, die über viele Jahre ausgeübt, aber in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr umgesetzt wurde. So war es üblich eine Sitzung im Jahr in einem der nördlichen Stadtteile (also nicht im Bürgersaal des Rathauses in Blankenloch) abzuhalten.

Wir haben daher einen Antrag eingebracht, dies bei der Jahresplanung für 2019 zu berücksichtigen, damit der Gemeinderat, durch Sitzungspräsenz in den Stadtteilen, Bürgernähe und Wertschätzung der nördlichen Stadtteile deutlich sichtbar zum Ausdruck bringt.

 

Dr. Klaus Mayer

Fraktionsvorsitzender

Fraktionssitzung am 19.11.

 

Die nächste öffentliche Fraktionssitzung der Freien Wähler Stutensee findet am Montag, 19. November 2018 ab 19 Uhr im "Schwanenstall" (Nebenraum des Gasthaus Zum Schwanen) in Staffort statt.

Dabei sollen zunächst die Tagesordnungspunkte der Gemeinderatssitzung vom 26. November beraten werden.

Dann wollen wir uns dem Entwurf des Haushaltes der Stadt Stutensee für das Jahr 2019 zuwenden. Dieser wird ab 15.11. auf der Homepage der Stadt zur Verfügung stehen. Den vielfältigen Aufgaben und den zahlreichen Wünschen auf der Ausgabenseite stehen nur begrenzte Mittel auf der Einnahmenseite gegenüber. Wir müssen also Prioritäten setzen und herausarbeiten was wir für Stutensee und für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger für wichtig und für richtig halten. Dies gilt nicht nur für investiven und nicht-investiven Ausgaben im kommenden Jahr, sondern auch in der mittelfristigen Finanzplanung.

Wir laden sehr herzlich zum Besuch unserer Fraktionssitzung ein.

 

Respekt und Anerkennung

 

Manfred Beimel hat kürzlich bekannt gegeben, dass er sein Amt als Ortsvorsteher aufgeben will. Seine Gründe, sich künftig wieder mehr Zeit für die Familie und die Firma nehmen zu wollen, sind absolut nachvollziehbar. Die Aufgaben eines Ortsvorstehers sind breit gefächert und nicht immer einfach; er ist der erste Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger „seines“ Stadtteils; er ist Bindeglied zwischen der Stadtverwaltung mit ihren Ämtern und Sachgebieten und den Menschen vor Ort; er ist Anlaufstelle für Kirchen, Vereine und Gruppierungen; er ist der „Macher“, der „Vordenker“, der „Motivator“ und der „Anpacker“ in seinem Stadtteil.

Alle diese Aufgaben erledigt der Ortsvorsteher ehrenamtlich, also zusätzlich zu seiner beruflichen Tätigkeit und seinem Vereinsengagement und natürlich soll auch die Familie nicht zu kurz kommen. Es ist eine Herkulesaufgabe! Manfred Beimel hat sich dieser Aufgabe gestellt, er hat Vieles erreicht, das an anderer Stelle angemessen gewürdigt werden soll. Er hat Taten sprechen lassen, wo andere nur diskutiert haben; das war die Handschrift seiner Amtszeit. Die 1150-Jahr Feier und das Begegnungszentrum seien hier beispielhaft genannt. 

Seiner Entscheidung, nun wieder andere Prioritäten setzen zu wollen und das Amt abzugeben, begegnen wir mit großem Respekt, seinen Leistungen zollen wir hohe Anerkennung und ihm selbst gebührt unser aufrichtiger Dank. Wir Freien Wähler sind stolz Manfred Beimel in unseren Reihen zu haben und auch weiterhin, wenn auch nicht mehr in der Funktion des Ortsvorstehers, auf ihn mit seiner Kompetenz und Erfahrung zählen zu können.

Dr. Klaus Mayer, Fraktionsvorsitzender

Jens Richfer, 1. Vorsitzender

Dr. Gernot Buth, 2. Vorsitzender

In eigener Sache

 

Nach den Wahlen am 14. Oktober 2018 in Bayern sind die „Freien Wähler“ Thema im Fernsehen und der Presse. Wir möchten und müssen hiermit erneut klarstellen, dass

  • wir ausschließlich, unserer Satzung folgend, kommunale und regionale Politik betreiben
  • in Baden-Württemberg 40 % der Mandate in den Gemeinderäten und Kreistagen durch „Freie Wähler“ besetzt werden, die wie wir im Landesverband organisiert sind und nicht der gleichnamigen Partei angehören
  • wir keinem Parteiprogramm oder übergeordneten Leitlinien folgen müssen, sondern uns an den Bedarfen Stutensees und des Landkreises Karlsruhe orientieren und unsere Politik darauf abstimmen
  • wir nicht konservativ, bürgerlich ausgerichtet sind, sondern uns ausschließlich an Sachthemen orientieren und uns einer Kategorisierung in das übliche rechts-links-Schema entziehen.
  • wir für eine bürgernahe Kommunalpolitik stehen, die an Lösungen für die sozialen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen arbeitet, vor die die Kommunen durch die Gesetzgeber in Brüssel, Berlin und Stuttgart gestellt werden.
  • wir unnötige und unsinnige Vorgaben der Gesetzgeber kritisieren und für die Durchsetzung sinnvoller und notwendiger Vorhaben demokratische Mehrheiten in den Gremien suchen.
  • sich unser Logo und das der im Landesverband Baden-Württemberg organisierten Freien Wähler deutlich von dem der Partei unterscheidet

Leider landet man bei Google mit dem Suchbegriff „Freie Wähler“ bei der gleichnamigen Partei, die erst seit 2009 besteht und in Baden-Württemberg bisher eine äußerst unbedeutende Rolle spielt.

Wir sind das Original der Freien Wähler mit dem seit 1956 bestehenden Landesverband. In Blankenloch treten wir seit 1950 (Bürgerliche Wählervereinigung) und in Stutensee seit 1975 für die Belange aller Bürger ein.

Mehr dazu auch auf der Seite des Landesverbands der Freien Wähler in Baden-Württemberg

 

Jens Richter, 1. Vorsitzender
Dr. Gernot Buth, 2. Vorsitzender
Claus J. Mielicke, Ehrenvorsitzender

 

Vereinsausflug 2018

 

Die Freien Wähler veranstalten in diesem Jahr ihren jährlichen Ausflug am Sonntag, den 26. August 2018 in Form einer Radtour unter dem Motto "Sightseeing Stutensee". Die Tour führt zu einigen ausgewählten Sehenswürdigkeiten in Stutensee. Treffpunkt ist vor dem "Kerns Max Haus", Hauptstraße 90 in Blankenloch um 10 Uhr. Beim Schloss Stutensee wird es eine kleine Begrüßungspause mit Erfrischungen geben. In Friedrichstal erhalten wir eine Führung durch das Heimat- und Hugenottenmuseum. In Spöck öffnen die Vogelfreunde für uns die Tore ihres ansehnlichen Biotops. Zum Finale radeln wir zur Dreschhalle in Staffort, wo dann gerade das Fischerfest des Vereins für Fischerei und Gewässerschutz stattfindet.

Für die Führung durch das Heimat- und Hugenottenmuseum benötigen wir vorab die Teilnehmerzahl. Darum wird um Anmeldung bis Sonntag, den 19. August bei Gernot Buth, Tel./SMS 0160 4520585 oder per E-Mail an info@freie-waehler-stutensee.de, gebeten. Auch Nichtradler können natürlich an unserem Ausflug teilnehmen, für sie wird es eine Mitfahrgelegenheit von Station zu Station im PKW geben - Bedarf bitte bei der Anmeldung mitteilen. Gäste sind herzlich willkommen.

 

Gernot Buth, 2. Vorsitzender

Finanzzwischenbericht 2018 - strukturelle Schwächen im Haushalt und neues Haushaltsrecht erfordern Konsolidierung

 

Mit dem vorläufigen Ergebnis der Jahresrechnung 2017 konnte der Stadtkämmerer, Herr Hambrecht, dem Gemeinderat in der zurückliegenden Sitzung des Gemeinderates zunächst erfreuliche Zahlen vortragen. So hat sich die voraussichtliche Zuführungsrate mit rd. 3,9 Mio. Euro um rund 2 Mio. Euro gegenüber den Planzahlen verbessert. Gleichfalls wurden im Vermögenshaushalt 6,7 Mio. Euro weniger ausgegeben, da Maßnahmen nicht realisiert wurden oder bspw. Grundstücke nicht erworben wurden. Mithin kommen diese zeitlichen Verschiebungen der Rücklage und dem Schuldenstand zugute. So können wir in der Rücklage, dem Sparbuch der Stadt, zum 31.12.2017 noch 6,9 Mio. Euro ausweisen.

Doch bereits im Jahr 2018 werden die Zahlen voraussichtlich anders aussehen, was aus dem Zwischenbericht für das laufende Haushaltsjahr deutlich wurde. Wenngleich sich auch für 2018 die Zuführungsrate um rd. 1 Mio. Euro verbessern sollte, so wird die Rücklage massiv abnehmen und auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbetrag von 1,3 Mio. Euro zurück fallen und der Schuldenstand sich bei 11,7 Mio. Euro einstellen.

 

Spätestens mit den Feststellungen im Prüfbericht der Gemeindeprüfanstalt (GPA) aus dem Jahr 2014 (Prüfungszeitraum bis 2011) war der Verwaltung und dem Gemeinderat die strukturelle Schwäche des Verwaltungshaushaltes und die Notwendigkeit, die Einnahmenseite zu verbessern, bekannt. Gleichfalls werden Vermögenstransformationen, die hauptsächlich mit dem Flächenverbrauch einhergehen, von den Bürgern nicht mehr ad hoc akzeptiert.

 

Mit Einführung des neuen kommunalen Haushaltsrechtes kommt nun eine wesentliche Veränderung. Die Stadt muss Abschreibungen aus ihrem gesamten Anlagevermögen im Haushalt erwirtschaften. Da das Anlagevermögen (also beispielsweise der Wert der gemeindeeigenen Immobilien, Straßen, öffentlichen Einrichtungen) bisher noch nicht bewertet wurde, kann der Abschreibungsbetrag bisher nur geschätzt werden, er wird aber voraussichtlich bei mindestens 2 Mio. Euro Mehraufwand pro Jahr liegen. Es erscheint deshalb zwingend, dass Gebühren und Steuern jetzt maßvoll erhöht werden, damit auch zukünftig genehmigungsfähige Haushalte erstellt werden können. Es ist also der Notwendigkeit und der Vernunft geschuldet dies eingehend zu prüfen. Auch in allen Haushaltsreden der Fraktionen zur Verabschiedung des Haushaltes 2018 wurden die Verwaltungsspitze und der Kämmerer aufgefordert entsprechende Vorschläge in einem Gesamtkonzept aller Steuern und Gebühren vorzulegen. In der zurückliegenden Sitzung präsentierte die Verwaltung ihre Vorstellungen, darunter auch eine Hebesatzung für die Grund- und Gewerbesteuer. Mit großer Mehrheit hat der Gemeinderat danach die Anhebung der Grund- und Gewerbesteuer um 20 Punkte beschlossen. Gleichfalls wurden verschiedene Gebühren maßvoll angehoben. Die Stadt Stutensee liegt mit allen beschlossenen Änderungen gleichauf mit vergleichbaren Städten und Gemeinden im Landkreis. Unsere Fraktion hat den Vorlagen der Verwaltung einstimmig zugestimmt, da wir die Verhältnismäßigkeit gewahrt sehen und auch zukünftig haushaltsrechtlich handlungsfähig bleiben wollen.   

 

Klaus Mangold

stv. Fraktionsvorsitzender

Presseerklärung zum 2. Wahlgang der OB-Wahl 2018

Stutensee, 23.07.2018

 

Stutensee hat zum zweiten Mal gewählt - Petra Becker ist die neue Oberbürgermeisterin

Die gewählte OBin Petra Becker mit Unterstützern von FWV und SPD

 

Wir Freien Wähler Stutensee gratulieren Petra Becker ganz herzlich zur Wahl als neue Oberbürgermeisterin. Damit sitzt erstmals eine Frau auf dem Chefsessel unserer Stadt.

Wir freuen uns mit ihr über das großartige und klare Wahlergebnis. Bei allen Wählerinnen und Wählern, die an dieser Wahl teilgenommen haben, möchten wir uns bedanken.

Von Anfang an waren wir überzeugt, dass sie die besten Voraussetzungen für dieses Amt mitbringt und deshalb haben wir sie auch gerne und aus voller Überzeugung unterstützt. Der Wahlkampf war kurz, aber intensiv und durchaus spannend. Petra Becker konnte mit ihrer Kompetenz und ihrer Persönlichkeit die Wählerinnen und Wähler mehrheitlich für sich gewinnen. Sie konnte in vielen Gesprächen sowohl fachlich als auch menschlich die Bürgerinnen und Bürger von sich überzeugen.

Die Wahl war absolut spannend wie schon im ersten Wahlgang deutlich wurde. Und so war es auch zu erwarten, dass wir jetzt, im zweiten Wahlgang, ein knappes Ergebnis bekommen werden.

Dass es letztlich doch so deutlich ausgefallen ist, zeigt, dass Petra Becker hervorragende Überzeugungsarbeit geleistet hat.

Wir sind sicher, dass wir mit Petra Becker eine starke Führungspersönlichkeit an der Spitze des Stutenseer Rathauses haben, die auch weiterhin offen auf die Bürger zugehen und den Dialog suchen wird, ebenso wird sie konstruktiv mit dem Gemeinderat und den Ortschaftsräten zusammenarbeiten. Dabei werden wir sie unterstützen, zum Besten unserer Stadt und ihrer Bürger, zum Wohle von Stutensee.

 

Freie Wähler Stutensee e.V.                                                               

Stadtverband                                                                                                  Gemeinderatsfraktion

Jens Richter                                                                                                     Dr. Klaus Mayer

Hoffest der Freien Wähler mit sehr gutem Besuch

 

Am vergangenen Freitag, den 1. Juni 2018,  veranstalteten die Freien Wähler Stutensee ihr alljährliches Hoffest im Hof des Gasthaus „Schwanen“ in Staffort. Weder die Pfingstferien, noch das lange Wochenende und auch ein heftiges Gewitter in der Nacht zuvor sowie einige kleine Regenschauer am Vormittag konnten dem Besuch des Hoffestes Abbruch tun. Es war ein Publikumsmagnet. Schon zur Kaffeezeit fanden sich zahlreiche Gäste ein, um sich in der urig-gemütlichen Atmosphäre des Hofes, der liebevoll dekorierten Scheunen und des Schuppens zu treffen und ins Gespräch zu kommen. Das große Angebot an Kuchen machte die Wahl schwer, aber damit war man ja schon beim ersten Thema: Oberbürgermeisterwahl. Am Abend dann füllten sich die Sitzreihen weiter und bei frisch Gegrilltem und frisch Gezapftem, sowie ungarischen Weinen war entspannte Wochenendstimmung angesagt. Bei den Gesprächen kamen immer wieder kommunalpolitische Fragen auf den Tisch und, immer wieder, auch die anstehenden Wahlen zum Oberbürgermeister. Die Frage nach Kandidaten wurde gestellt und ob sich den Bürgern bei der Wahl dann auch tatsächlich eine Auswahl stellen würde. Immerhin sind bisher zwei der vier Kandidat/Innen der Öffentlichkeit bisher noch nicht namentlich bekannt und eine Kandidatin präsentiert sich eher als Satire-Kandidatin. Frau Meier-Augenstein besuchte das Hoffest und blieb.

 

Der Stutenseer Ehrenbürger Arnold Hauck (im Bild), Oberbürgermeister a.D. Klaus Demal, Bürgermeister Edgar Geissler und zahlreiche Ortschafts- und Gemeinderäte tauschten mit den Bürgerinnen und Bürgern ihre Eindrücke und Meinungen aus. Somit diente das Hoffest der Freien Wähler wieder einmal als Möglichkeit der Begegnung und als Plattform der direkten Kommunikation. Dies ist uns Freien Wählern ein wesentliches Anliegen, als politische Kraft, die sich auf die kommunale Arbeit konzentriert.

 

Erst lange nach Sonnenuntergang klang das Fest aus und hatte erneut gezeigt, dass Gesprächsmöglichkeiten wahr genommen werden und auch in solch einer Runde Themen, die uns Stutenseer bewegen und Fragen, die uns umtreiben, besprochen werden können.

Mit Spannung erwartet

 

wurde das Ergebnis des Bürgerentscheids vom vergangenen Sonntag. Es war das erste Mal, dass in Stutensee dieses Verfahren angewandt wurde, um einen Beschluss des Gemeinderates zu kippen. Das Ergebnis war deutlich: 37.8 % der Wahlberechtigten hatten mit JA gestimmt und 14.3 % hatten mit NEIN votiert. Damit wird der Lachwald in seiner jetzigen Form erhalten bleiben und das vom Gemeinderat ursprünglich vorgesehene Wohngebiet mit bezahlbarem Wohnraum nicht realisiert.

Positiv bleibt festzuhalten, dass die Beteiligung bei der Abstimmung mit 52% relativ hoch war. Darin kommt zum Ausdruck, dass bei vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern das Interesse an der Thematik im Verlauf der Kampagne geweckt werden konnte. Dazu dürfte auch die von beiden Seiten intensiv geführte Öffentlichkeitsarbeit beigetragen haben. Negativ muss leider festgestellt werden, dass eingetreten ist, wovor wir Freien Wähler - basierend auf Erfahrungen aus anderen Kommunen in Baden-Württemberg -  bereits bei der Gemeinderatssitzung am 16. Oktober 2017 gewarnt hatten: tiefe Gräben innerhalb der Bürgerschaft und ein Vertrauensverlust gegenüber gewählten Mandatsträgern und der Stadtverwaltung.

 

Es wird viel Energie kosten, diese Gräben wieder zuzuschütten oder, wie es unser Oberbürgermeister formuliert hat, Brücken zu bauen. Beide Seiten sind gefordert hieraus zu lernen und aufeinander zuzugehen.

 

Wir laden die Bürgerinnen und Bürger ein, sich konstruktiv bei der Bewältigung der Herausforderungen, denen sich Stutensee gegenüber sieht, einzubringen und die Kommunalpolitik mit konkreten Vorschlägen und Visionen zu unterstützen.

Möglichkeiten dazu gibt es genug:

  • die Perspektivwerkstätten „Stutensee-Zukunft-Wohnen“ sind eine Option,
  • die Vortragsveranstaltung der Freien Wähler am 7. März zum Thema „Mietshaussyndikat“ bietet eine weitere Chance
  • und schließlich bieten unsere regelmäßigen öffentlichen Fraktionssitzungen

ebenfalls eine Möglichkeit aktiv an den Diskussionen teilzunehmen, sich zu informieren und eigene Aspekte und Ideen einzubringen.

 

Dr. Klaus Mayer, Fraktionsvorsitzender

Einladung zum Vortrag: Mieter bauen sich den eigenen Wohnraum

- spekulationsfreier Mietwohnungsbau -

Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in unserer Region ist groß. Die Kommunen sind gefordert die Voraussetzungen zu schaffen um der enormen Nachfrage gerecht zu werden. Für die Umsetzung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: verschiedene Rechtsformen und unterschiedliche Gesellschaftsformen. Diese reichen von der (städtischen) Wohnungsbaugesellschaft bis hin zum Syndikat. Um entscheiden zu können welche Option für Stutensee die beste Lösung darstellen könnte, brauchen wir umfassende Informationen aus erster Hand. Die Freien Wähler Stutensee laden daher zu einem interessanten Vortrag über das Mietshäuser Syndikat Freiburg ein. Dies ist ein Zusammenschluss selbst verwalteter Mietshäuser mit inzwischen über 90 Projekten. Gemeinsam ist all diesen Projekten, dass sie Wohnraum zu sozial verträglichen Mietpreisen in Selbstverwaltung schaffen.

 

Der Vortrag findet am

Mittwoch, den 07. März 2018, um 19 Uhr

im Vereinsheim des Gesangsverein „Eintracht“ im Pfarrweg in Spöck statt.

 

Referent ist Günter Bergmann aus Mannheim vom Projekt „umBAU2 Turley“ (www.umbau-turley.de)

Quartiersentwicklung Neise-Gelände leistet wichtigen Beitrag zu bezahlbarem Mietwohnungsraum

Beitrag StuWo 1/2018 von OR Karin Vogel

 

Die Entscheidung der Stadt und des Gemeinderates bei der Überplanung des Neisegeländes zu einem 2-stufigen Verfahren im Sinne einer Mehrfachbeauftragung zu greifen war genau richtig.

In einer ersten Stufe (Präqualifikation) konnten sich Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Investoren im Vorfeld bewerben. Aus diesen Bewerbungen wurden fünf mit einer detaillierten Ausarbeitung beauftragt (zweite Stufe). Nach einer Vorprüfung durch ein beauftragtes Büro zur Einhaltung der Vorgaben wurden alle fünf Konzepte dem Fachpreisgericht vorgestellt. Das gewählte Verfahren ist nicht anonym und somit hatten alle teilnehmenden Arbeitsgemeinschaften die Möglichkeit Ihrer Pläne und Modelle persönlich vorzustellen.

Ein sogenanntes „Einsatzmodell“ bot die Möglichkeit alle Arbeiten gut miteinander zu vergleichen. Außerdem gab es eine Matrix zum Vergleich der Arbeiten mit festen Zahlengrößen wie Anzahl der Wohneinheiten, Geschossigkeit, Bruttogeschossflächen etc.

Einen ganzen Tag lang nahm sich die Jury Zeit, sich intensiv mit den Entwürfen zu beschäftigen. Alle vorgestellten Arbeiten waren auf einem sehr hohen Niveau, aber am Ende konnte man sich einstimmig auf das Konzept der Arbeitsgemeinschaft Volkswohnung GmbH mit dem renommierten Architekturbüro Ackermann + Raff GmbH & Co.KG einigen. Dies wurde dem Gemeinderat auch in öffentlicher Sitzung vorgestellt und vom Gremium positiv beschieden.

 

Der Gewinnerentwurf geht sehr sensibel auf die Umgebung ein. Ein abwechslungsreiches Miteinander zwischen drei-und viergeschossigen Gebäuden gruppiert sich um eine grüne Mitte, dem Quartiersplatz, dem Treffpunkt der neuen Bewohner. Die Gebäude wurden so ausgerichtet, dass sie sich zu der bestehenden Bebauung öffnen und somit trotz ihrer Geschossigkeit gut zum Altbestand integrieren. In Verlängerung der  Brunnenstrasse öffnet sich das Quartier zu einem kleinen öffentlichen Platz, ein Wohncafé bildet das Gelenk und leitet fussläufig vom Ortszentrum Blankenloch ins neue Quartier zum Brunnenplatz bzw. in Süden Richtung Festhalle. Im gesamten Gebiet sollen 63% Mietwohnungsbau realisiert werden, 33 % davon geförderter Mietwohnungsraum. Dies liegt über den erforderlichen Vorgaben. Die Wohnungen mit Schwerpunkt 2-4 Zimmer-Wohnungen liegen über alle Gebäude verteilt, was die soziale Mischung der einzelnen Häuser fördert. Alle Wohnungen sind barrierefrei erreichbar und in verschiedenen Standards auch barrierefrei bzw. barrierearm. Ein Generationenhaus im Süden bietet einige interessante Details. Auf jedem Geschoss gibt es sogenannte „Jokerzimmer“. Das sind Zimmer, die zwischen Wohnungen liegen und auch nach Fertigstellung, in der Mietphase, mal der einen oder anderen Wohnung zugeschlagen werden können und eine hohe Flexibilität über Jahrzehnte bietet. Außerdem ist in dem Gebäude eine sogenannte Gästewohnung für das ganze Quartier vorgesehen, die von allen Bewohnern genutzt werden kann. Dies ist besonders für die Bewohner mit den kleineren Wohnungen sehr interessant. Die Gebäude im Osten unterliegen durch die östlichen Nutzungen (z.B. Festplatz) Schallemissionen. Die Planer reagieren darauf mit einer Nord-Süd-Ausrichtung der Wohnungen.

Trotz der Dichte der Wohnungen (151 Wohneinheiten) entsteht auf dem Neisegelände ein Wohnquartier mit hoher Qualität. Das Architekturbüro legt großen Wert auf Durchmischung des Quartiers, auf verschiedene Qualitäten im Außenbereich, wie private Grünbereiche, fußläufige barrierefreie Erschließungen und Wege, öffentliche Plätze mit Baumbestand, Grün und reduzierten befestigten Flächen. Alle Flachdächer sind außerdem begrünt und es gibt ein dezentrales Regenwassersystem, das zur „Alten Bach“ hinführt. Die grüne Mitte hat Erdbezug d.h. die Bäume stehen nicht auf der Tiefgarage, sondern sind direkt mit der Erde verbunden. Die zwei Tiefgaragen gruppieren sich um diesen Platz. Ein Energiekonzept ergänzt den städtebaulichen Entwurf mit einer innovativen Kombination von Wärmepumpe, Eisspeicher, Blockheizkraftwerk und Photovoltaik. Die vorgesehene Ausführung in monolithischer Bauweise zeigt den hohen Standard des neuen Quartiers.

 

Für unsere Stadtentwicklung ist das Projekt Neisegelände mit seinem Verfahren ein wichtiger Meilenstein in der Wohnungspolitik. Die Umnutzung der Innenflächen und die Innenentwicklung sind sehr wichtige Aufgaben, jetzt und in den nächsten Jahren. Dieses Projekt, realisiert auf  stadteigenen Grundstücken, verbindet hohe Wohnqualität, effiziente Flächennutzung, Schaffung von Wohnraum mit einem guten Anteil an bezahlbaren Mietwohnungen mit Einnahmen für den städtischen Haushalt. Dieses Projekt ist ein Gewinn für Stutensee und seine Bürger.

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