Lokal Regional Optimal
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2019

Für und wider eine zentrale Teilenthärtung des Trinkwassers

Dr. Gernot Buth

(Kandidat Gemeinderat)

Die Überlegungen des Zweckverbands "Wasserversorgung Mittelhardt" für eine Teilenthärtung des Trinkwassers in Stutensee konkretisieren sich, darum lädt die Stadt Stutensee zu Bürgerinformations- und Dialogveranstaltungen am 19. und 27. März 2019 ein. Die zahlreichen Gesichtspunkte, die in die Entscheidung einfließen müssen, gehen weit über Kalkflecken an Duschkabinen und Wasserhähnen sowie den Spülmittelverbrauch von Waschmaschinen hinaus. Das mit 18° bis 20° dH recht harte Wasser kann die Lebensdauer von Elektrogeräten zur Heißwasserbereitung (Boiler, Durchlauferhitzer, Wasserkocher, Kaffeemaschinen...) herabsetzen, erhöht den Stromverbrauch und Wartungsaufwand dieser Geräte, macht den vermehrten Einsatz von Chemikalien zur Entkalkung erforderlich usw. Diese Nachteile harten Wassers lassen Haus- und Wohnungseigentümer zur "Selbsthilfe" greifen und sich Anlagen zur dezentralen Wasserenthärtung installieren, was, wie wir sehen werden, unter verschiedensten Gesichtspunkten von allen Lösungen die schlechteste ist.

Wirtschaftlichkeit

Die Hersteller von Anlagen zur dezentralen Wasserenthärtung sind großartig darin, die Ersparnisse an Waschmittel, Entkalker, Strom usw. durch den Kauf einer solchen Anlage vorzurechnen; zahllose Beispiele dafür findet man nach kurzer Internetrecherche. Verbraucherschutzorganisationen halten mit ebenso schöner Regelmäßigkeit dagegen. Eine Beispielrechnung von neutraler Stelle (TZW), die auch die Kosten für die zentrale Enthärtung mit in den Blick nimmt und auf einer Fraunhoferstudie von 2004 basiert, findet sich in den Informationsunterlagen zum Thema, die die Stadt Stutensee dankenswerterweise auf ihrer Internetpräsenz zur Verfügung gestellt hat. Diese sollen hier durch eigene Beobachtungen ergänzt werden:

Bei einem Wasserverbrauch im Haushalt von 114,4 m³ wurden 105 kg Regeneriersalz verbraucht, was Kosten von 37,80 € verursachte. Mangels Herstellerangaben kann der zusätzliche Wasser- und Abwasserverbrauch durch die Regeneriervorgänge nur abgeschätzt werden. Auf Basis der Verbrauchswerte einer ähnlichen Anlage neuerer Bauart ist, umgerechnet auf den o.g. Salzverbrauch, von zusätzlichen Wasser- und Abwasserkosten durch eine solche Anlage von 26,50 € auszugehen. Hinzu kommen Stromkosten, hochgerechnet auf ein Jahr, von 8,00 €. In der Summe ergeben sich Betriebskosten für die dezentrale Entkalkung in diesem Haushalt von 72,30 € pro Jahr.

Im Vergleich dazu verursacht die zentrale Enthärtung bei dem o.g. Wasserverbrauch und dem in den Informationsunterlagen genannten geschätzten Mehrpreis von 0,41 € pro  Wasser Mehrkosten von 46,90 € pro Jahr. Die zentrale Teilenthärtung resultiert also in diesem realen Beispiel gegenüber der dezentralen in einer Ersparnis von etwa 25 € pro Jahr bei gleicher Zielhärte von 8° dH. Noch nicht eingerechnet sind dabei die eingesparten Kosten für die jährliche Wartung der dezentralen Anlage! Es ist darüber hinaus anzumerken, dass der erzielte Härtegrad in den beiden verglichenen Fällen nicht gleichwertig ist. Im Gegensatz zum bei der heimischen Anlage verwendeten Ionenaustausch reduziert die bei der zentralen Enthärtung angewandte Umkehrosmose auch die Karbonathärte des Wassers; der Kesselsteinbildung und dem damit verbundenen erhöhten Energieverbrauch und der verkürzten Gerätelebensdauer rückt man also mit der zentralen Teilenthärtung wesentlich effektiver zu Leibe.

Umwelt

Ein Mehrverbrauch von Waschmitteln, Shampoo, Putzmitteln und Entkalker bedeutet natürlich auch, dass alle diese Stoffe ins Abwasser gelangen. Glücklicherweise sind unsere Kläranlagen auf die meisten dieser Substanzen vorbereitet, dennoch ist es sicher vorteilhaft, wenn diese Belastungen gar nicht erst anfallen. Auch der erhöhte Stromverbrauch von verkalkten Elektrogeräten stellt eine ökologische Belastung dar. Wenn Elektrogeräte durch Verkalkung vorzeitig ausfallen, vergrößert das nicht allein das Elektroschrottaufkommen; ein Löwenanteil des ökologischen Fußabdrucks eines Geräts geht auf das Konto der bei seiner Herstellung eingesetzten Energie und Rohstoffe. Insofern ist dasjenige Gerät das umweltfreundlichste, das möglichst lange seinen Dienst verrichtet.

Den Umweltvorteil durch geringeren Wasch- und Putzmittelverbrauch erkauft man sich bei Verwendung einer heimischen Anlage zur Entkalkung durch einen Eintrag von Regeneriersalz in das Abwasser; denn alles, was man in die Anlage einfüllt, landet letztlich im Abwasser, wenn auch - im Fall der Natriumionen - auf Umwegen.

Bei der zentralen Teilenthärtung fällt im Zuge des Umkehrosmoseprozesses ein Konzentrat an, das ausgeleitet werden muss. Es enthält jedoch im Wesentlichen genau jene Stoffe, die im Trinkwasser bereits enthalten sind, stellt also in diesem Sinne keine zusätzliche Umweltbelastung dar. Hier ist jedoch eine Einschränkung anzubringen: Zum Schutz vor Verblocken der Membrane werden Antiscalante (Natriumtripolyphosphate oder Phosphonsäuren) zugesetzt, die im Konzentrat verbleiben und damit letztlich in ein Gewässer oder eine Kläranlage eingeleitet werden. Diese Substanzen wirken in der Umwelt wie Nährstoffe, weshalb ihre Einleitung genehmigungspflichtig ist und nur in begrenztem Umfang gestattet wird.

Gesundheitliche Aspekte

Man liest zuweilen, hartes Wasser sei wegen der darin enthaltenen Mineralien, insbesondere Calcium und Magnesium, gut für die Gesundheit. Eine Großstadtlegende behauptet sogar, einen Liter destilliertes Wasser zu trinken würde einen Menschen umbringen. Hingegen wurde von einem Anbieter abgefüllten mineralienarmen Wassers auf dem letzten Naturheiltag in Stutensee behauptet, Mineralien im Wasser seien wie kleine Körnchen, die unsere Gesundheit schädigen. Lassen Sie sich nicht verunsichern: Weder hartes noch weiches Wasser birgt irgendwelche gesundheitlichen Risiken per se; mit unserer Nahrung nehmen wir erheblich mehr lebensnotwendige Mineralien auf als über das Trinkwasser. Die einzigen gesundheitlichen Risiken enthärteten Wassers lauern in der heimischen Anlage, wenn sie nicht regelmäßig fachmännisch gewartet wird: Durch ein Übermaß an Natriumionen im Trinkwasser, was insbesondere Bluthochdruckpatienten betrifft, oder durch Verkeimung.

Fazit

Bei der Entscheidung für oder gegen eine zentrale Teilenthärtung gilt es viele Gesichtspunkte gegeneinander abzuwägen; die oben genannten sind nur ein kleiner Ausschnitt. Immer sollte dabei berücksichtigt werden, dass der Verzicht auf eine zentrale Teilenthärtung zahlreiche Haus- und Wohnungseigentümer zu einer Nutzung einer dezentralen Anlage bewegt, was mit einigen Nachteilen in verschiedenen Bereichen verbunden ist. Insbesondere die künftigen Anwohner im "Wohnpark Mittendrin" und Baugebiet "24-Morgenäcker" werden sich baldige Klarheit wünschen, um nicht unnötig in teure Anlagen von zweifelhaftem Nutzen zu investieren.

Bürgerinformation am 6.11. in Spöck

21.10.2019

 

Die Stadtverwaltung hat eingeladen zu einer Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung zum
Seniorenwohen in Spöck. Die Veranstaltung wird am Mittwoch, dem 6. November, um 18 Uhr in der Spechaahalle stattfinden. Dabei wird zunächst in einem Vortrag ein Überblick über unterschiedliche Wohnformen und Betreuungsangebote für Senioren gegeben, danach soll in einem moderierten Gespräch Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben werden ihre Wünsche und Vorstellungen zu äußern.
Der Ortschaftsrat Spöck hatte bereits vor zwei Jahren, auf Initiative der Freien Wähler, begonnen Informationen und Erfahrungen über unterschiedliche Formen der Betreuung (vom Begegnungscafe über das betreuete Wohnen und die Tagespflege bis zum Pflegeheim) und unterschiedliche Betriebsmodelle (vom gemeinnützigen Bürgerverein, über eine Genossenschaft bis hin zu kommerziellen Anbietern) zusammen zu tragen. Diese breit angelegten Informationen wurden in öffentlichen Veranstaltungen oder im Rahmen von Ortschaftsratssitzungen in sehr transparenter Weise geteilt, so dass sich jeder Interessierte selbst ein Bild machen konnte welche Angebote es derzeit gibt. Mit der Realisierung des Baugebietes 24-Morgen-Äcker wurde eine stadteigene Fläche reserviert um dort eine Einrichtung für Seniorenwohnen errichten und betreiben zu können. Mit der Veranstaltung am 6. November soll ein Meinungsbild erstellt werden um möglichst bedarfsgerecht an eventuelle Anbieter herantreten zu können und im Rahmen eines
Wettbewerbes das bestmögliche Angebot für Stutensee zu bekommen. Kommen Sie also am 6. November in die Spechaahalle, informieren Sie sich und äußern Sie Ihre Meinung und Ihre Vorstellungen, denn es soll ein Angebot geschaffen werden, das in erster Linie dem Bedarf unserer Seniorinnen und Senioren entspricht.

Zuschusszusage aus Berlin für den Neubau der Stafforter Mehrzweckhalle

im April 2019

Wir Freien Wähler freuen uns ganz besonders über diese Zuschusszusage, schließlich hat unsere Fraktion entgegen allen Unkenrufen ("nicht realistisch", "nicht finanzierbar") immer entschieden auf die Konzeptentwicklung, die Planung und die Antragstellung für die Halle gedrängt und sich somit geschlossen hinter den Stafforter Ortschaftsrat gestellt. Mit Erfolg, wie sich jetzt zeigt. Letztlich hat dann auch eine große Mehrheit im Gemeinderat das Vorhaben mitgetragen.

Gute Nachricht aus Berlin: Neubau der Mehrzweckhalle wird finanziell gefördert

10.04.2019, Ludwig-Wilhelm Heidt, Ortsvorsteher Staffort

 

Die bisherige Mehrzweckhalle in Staffort, vor über 40 Jahren in Fertigbauweise erstellt, ist in die Jahre gekommen. Sie ist energetisch nicht mehr haltbar, die Sanitäreinrichtungen sind untragbar geworden und die Halle ist in brandschutztechnischen Belangen nicht mehr akzeptabel.

Ein fachliches Gutachtes hat ergeben, dass der Kostenaufwand für eine Sanierung einem Neubau gleichkäme. Deshalb entschied sich der Gemeinderat mehrheitlich für den Neubau.

Hinsichtlich eines zeitgemäßen Raumprogrammes und einer entsprechend sicheren und notwendigen Ausstattung, die sowohl die veränderten Bedürfnisse der Schule (z. B. einer Mensa), als auch der Kindergärten, der städtischen Veranstaltungen, der Rettungsorganisationen und der Vereine einschließt, haben sich Ortsverwaltung, Ortschaftsrat und auch die Vertreter der Interessensgemeinschaft der Vereine (IGV) in etlichen Sitzungen und Besprechungen befasst. Eine für alle akzeptable Lösung wurde letztlich gemeinsam erarbeitet und beschlossen.

Diese sehr konkrete Empfehlung mündete schließlich in einen Beschluss des Gemeinderates für einen Neubau.  Kostenaufwand: Circa 5,2 Mio Euro!

Am Rande einer Sommerveranstaltung in der Dreschhalle machte mich Amtsleiter Johannes Klawe auf ein kurzfristig aufgelegtes Förderprogramm des Bundes aufmerksam, dass solche Vorhaben mit 45% Zuschuss bezuschusst werden können. Oberbürgermeisterin  Petra Becker, Erste Bürgermeisterin Sylvia Tröger, Bürgermeister Edgar Geissler entsprachen sofort meiner Forderung, rasch einen Förderantrag zu stellen.

Heute kam nun die Zusage, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages den Antrag bewilligt hat. Damit werden wir 2,4 Millionen Euro und weitere circa 400 Tsd Euro des Landes als Fördermittel erhalten. „Grünes Licht“ also für den bevorstehenden Neubau, über dessen Entwicklung Sie sicher zeitnah unterrichtet werden (Planung 2019, Baubeginn 2020, Fertigstellung 2022).

Anschließend bedanke ich mich beim Ortschaftsrat, der IGV, dem Gemeinderat, der Hauptverwaltung der Stadt Stutensee und selbstredend auch bei unseren Abgeordneten, namentlich Axel Fischer (MdB), für die Unterstützung in dieser für Staffort wichtigen Angelegenheit.  Ein weiterer Quantensprung für Staffort nach der Ansiedelung des Einzelhandelmarktes! 

Enttäuscht war ich darüber, dass sich ein Mitglied des Gemeinderates der Fraktion der Grünen bei der Abstimmung über den Zuschussantrag der Stimme enthielt.  

Stellungnahme zur Pressemitteilung der CDU bzgl. "Service-Wohnen und Pflege am Vierundzwanzigmorgenäcker"

18.02.2019, Karin Vogel, Ortsvorsteherin Spöck

 

Der Ortschaftsrat hat sich in den letzten drei Jahren intensiv mit dem Thema seniorengerechtes Wohnen einschließlich Pflegemöglichkeiten auseinandergesetzt. Aufgrund der Initiative der FW wurden Vorträge zu selbstverwalteten und trägergestützten Pflegegruppen gehalten und es wurden zwei Besichtigungen organisiert. Eine Besichtigung führte in die ambulant betreute Wohngemeinschaft der AWO in Waghäusel und die andere in die selbstverwaltete Wohnanlage Schwanenhof und Adlergarten in Eichstetten mit barrierefreien Wohnungen, Gemeinschaftsräumen, Tagespflege, Tagescafé und einer Pflegegruppe.

Der Ortschaftsrat hatte immer ein ganzheitliches Konzept im Auge, bei dem Tagespflege, Erweiterung der Angebote Demenzgruppe und ein Tagescafé, aber auch Wohngemeinschaften für älter Mitbürger und kleine barrierefreie Wohnungen für Seniorinnen und Senioren ihren Platz finden sollten.

Als nächstes galt es abzuwägen, ob und wie man eine Bürgerbeteiligung einfließen lassen kann.

Somit verwundert es mich sehr, dass es hier nun Gespräche mit Betreibern und Investoren seitens der CDU gab, ohne den Ortschaftsrat und mich als Ortsvorsteherin zu involvieren und zu informieren.

Für mich als Ortsvorsteherin ist es unverzichtbar, das Thema vorrangig im Ortschaftsrat weiter zu beraten und den bisher transparenten Prozess weiterzuführen. Es soll der gesamte Ortschaftsrat an der Entwicklung eines Konzeptes beteiligt werden.

Anträge zum Thema „Senioren Wohnen und Pflege“ sollen dann aus dem OR an den Gemeinderat weiter gegeben werden.

Begehung im Lachwald am 22.12. - Informativ und konstruktiv

Dr. Klaus Mayer, Fraktionsvorsitzender

 

Die vom Forst angekündigten Pflegemaßnahmen im Lachwald hatten bei einigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Fragen und Bedenken ausgelöst, ob es hier nicht einen Widerspruch zum Bürgerentscheid gibt (den Lachwald in seiner jetzigen Form zu erhalten) oder gar eine "Abholzung durch die Hintertür" erfolgen soll.
Um diesen Bedenken Rechnung zu tragen, hatte die Stadtverwaltung zusammen mit dem Forstamt eine Informationsbegehung für Samstag, den 22. Dezember angesetzt, zusätzlich zu einer bereits im September erfolgten Informationsveranstaltung zum gleichen Thema.

Zur der Begehung konnte Oberbürgermeisterin Petra Becker zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen sowie einige Stadträte. Für die Freien Wähler nahmen Iris Schlimm, Dirk Fetzner und Klaus Mayer sowie der Stadtverbandsvorsitzende Jens Richter teil. Von der anderen Fraktionen war nur die SPD durch Wolfgang Sickinger vertreten.
Der Leiter des Forstbezirks West, Herr Bernd Schneble, und Revierleiter, Förster Christian Haag, erläuterten die vorgesehenen Maßnahmen sehr fachkundig und detailliert.

Die Pflegemaßnahmen stehen unter zwei Prämissen:

  • einerseits den Wert des Lachwaldes als Erholungswald zu erhalten sowie
  • andererseits die Baumarten zu fördern, die dies unter den Bedingungen des Klimawandels künftig gewährleisten können - sogenannte Zukunftsbäume (aktuell mit weißem Punkt markiert).

Die Douglasie, die in diesem Mischwald einen Anteil von 20% des Bestandes ausmacht und sehr hoch wächst, gehört hierzu. Weiterhin seien auch Hainbuche (15%) und Roteiche (15%) Baumarten, die gefördert werden müssen.

Der Star des Erholungswaldes, so Herr Schneble, sei die Eiche (10%), die bis zu 200 Jahre alt werden kann.

Alle diese Baumarten brauchen Platz für ihre Krone um sich gesund weiter entwickeln zu konnen. Ohne ein Eingreifen werden sich diese Bäume aber nicht durchsetzen können, da schneller wachsende Baumarten ihre Kronen bedrängen und ihnen Licht nehmen. Daher müssen umstehende (bedrängende) Bäume jetzt entfernt werden (mit einem schrägen roten Strich markiert) um die Zukunftsbäume langfristig zu erhalten.

Es wurde auch deutlich gemacht, dass die Durchforstung eine integrative Pflege darstellt, dass also Belange des Naturschutzes (beispielsweise Ansiedlungen von Fledermäusen oder bestimmter Käferarten) berücksichtigt werden.

Es geht bei diesen Maßnahmen darum, die Grundstruktur des Lachwaldes zu erhalten. Wirtschaftliche Aspekte spielen bei der Durchforstung keine Rolle. Einen Problemfall stellen die Kiefern dar (hierzu auch der Artikel auf KA-News), die durch die lange Trockenheit im Sommer anfällig wurden für eine Pilzart (Sphaeropsis sapinea), die zu einem Triebsterben führt, leicht zu erkennen an den verbraunten Nadeln an den Triebspitzen. Im Lachwald sind viele Kiefern betroffen, was zu einem Absterben der Bäume führen wird, so dass die befallenen Bäume rechtzeitig entfernt werden müssen. Möglicherweise erfordert das sogar Neuanpflanzungen in den kommenden Jahren. Insgesamt würden ca. 730 Bäume entfernt, davon 270 Bedränger, 70 für die Rückegassen (dort wo die Maschien fahren dürfen) und weitere kleinere bzw. geschädigte Bäume.
Die Veranstaltung war sehr informativ und Herr Schneble und Herr Haag stellten sachlich fundiert dar, warum diese Pflegemaßnahmen und in diesem Umfang notwendig sind. Die zahlreich gestellten Fragen wurden kompetent und umfassend beantwortet, so dass am Ende der mehr als eineinhalbstündigen Begehung den Teilnehmern die Sinnhaftigkeit der Durchforstung deutlich war.

Gerade weil dieser Wald seinen Charakter als Erholungswald langfristig behalten soll, sind diese Pflegemaßnahmen unabdingbar.

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